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GM und Peugeot: Einigung in Genf?

Peugeot am Autosalon in Genf 2008: Bringt die Messe dieses Jahr einen Deal mit GM? (Bild: Keystone)

General Motors und der PSA-Konzern wollen offenbar enger zusammenarbeiten als bisher bekannt. Die Rede ist von einer 7-prozentigen Beteiligung der Amerikaner an dem französischen Unternehmen. Eine Ein

Veröffentlicht am 28.02.2012

Aus der geplanten Kooperation von General Motors und dem französischen PSA-Konzern soll eine Kapitalverflechtung werden. Das berichtet die «Financial Times Deutschland» («FTD»). Unter Berufung auf Branchenkreise schreibt das Blatt, die Amerikaner wollten sich mit 7 Prozent an dem französischen Unternehmen beteiligen.

Bereits am Montagabend hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, PSA wolle GM einen entsprechenden Einstieg ermöglichen. Teil der Transaktion sei eine Kapitalerhöhung bei Peugeot, hiess es unter Berufung auf informierte Kreise. Eine Einigung könnte auf dem Genfer Autosalon in der kommenden Woche bekannt gegeben werden, schreibt die «FTD». Sprecher beider Unternehmen wollten sich nicht äussern.

Die Anleger reagierten auf die mögliche Kooperation bereits: Die Aktien von PSA standen gegen 12:15 Uhr an der Börse in Paris 6,8 Prozent im Plus. Im frühen Handel waren die Papiere sogar um annähernd 10 Prozent gestiegen.

Analysten skeptisch

Kepler-Analyst Xavier Caroen sagte, er sei den Plänen gegenüber jedoch skeptisch. Die Frage sei, ob eine Verbindung mit GM Peugeot wirklich auch in Märkten ausserhalb Europas Fuss fassen lasse.

Commerzbank-Analyst Sascha Gommel bezog sich indes in seinem Kommentar auf einen weiteren Medienbericht, wonach GM einen Anteil von 5 Prozent an den Franzosen erwerben wolle. Zwar dürfte eine solche Verbindung für leichte Kosteneinsparungen sorgen, so der Experte, an seiner Einschätzung für den Wert ändere sie aber nichts. Vor allem dürfte ein Kooperation der beiden Unternehmen die strukturellen Probleme Peugeots nicht lösen. Gommel bewertet die Aktien der Franzosen mit «Hold».

(tno/laf/awp)

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