Seit 1975 kürt der ADC Schweizer Werbearbeiten mit Würfeln statt Medaillien. Den goldenen Würfel für die «Agentur des Jahres» 2009 durfte Martin Spillmann für seine Firma Spillmann/Felser/Leo Burnett entgegennehmen. Einen weiteren Goldwürfel dieses Jahr gewannen Markus Gut und Philipp Skrabal für die Y&R Gruppe mit der Anzeigen-Kampagne «Babushka» der Sonntagszeitung. Vor allem die Variante mit George W. Bushs gespaltenem Schädel, aus dem, einem Schachtelteufel gleich, Condolezza Rice, Dick Cheney und letztlich George Bush Senior springen, sorgte bei den Werbekollegen der Jury für Anklang. Die Kampagne erhielt ausserdem einen Sonderpreis in der Kategorie Creative Strategy. Auch Nik Hodel und Martin Arnold von der Werbeagentur Walker gewannen Gold mit der ebay-Kampagne von Amnesty International (AI). Um gegen Frauenhandel zu werben, stellten sie fiktive Frauen auf die Auktionsplattform ebay und verwiesen dort auf die AI-Initiative. Zusätzlich holte sich auch diese Aktion einen Sonderpreis in der Kategorie Creative Media.

Dass nicht nur glänzt, was Gold ist, bewiesen einige andere originelle Kandidaten. Zum Beispiel die virale Internet-Kampagne zum gestohlenen Bild von Cézanne «Der Knabe mit der goldenen Weste» für die Firma Art Poster Gallery. Martin Denecke, Res Matthys und Raphael Monsch von der Publicis Werbeagentur nutzten die Gunst der Stunde und stellten ein Video auf Youtube, welches die vermeintlichen Täter mit dem geraubten Bild zeigte. Dieses war jedoch lediglich eine Kopie und wies bei Auflösung des Rätsels auf die Druckqualität der Produkte der Postergallerie hin.

Einen Silberwürfel für die Gesamtkampagne für die Wochenzeitung «WoZ kauft UBS» erhielt die Agentur des Jahres mit Martin Spillmann, Peter Brönnimann, Diana Rossi und Simon Staub. Provokativ warben sie für die Tatsache, dass ein «Wochenzeitungs»-Abo gleich viel wie eine UBS-Aktie kostet und dass «nur» noch 1036 Mio verkaufte Abos nötig sind, bis die «WoZ» die UBS kaufen kann.

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