Der Medienkonzern Goldbach Group hat seinen Nettoumsatz im Geschäftsjahr 2011 um 36 Prozent 446 Millionen Franken gesteigert. Massgeblich zur Erhöhung trugen dabei die seit Beginn 2011 neu zum Schweizer TV-Portfolio gehörenden Privatsender «Sat1», «Kabel eins» und «3+» bei. Weniger gut lief es dagegen im Online-Geschäft, das eine Abschwächung erfuhr.

Der vorläufige Jahresumsatz übertrifft damit die Erwartungen der Analysten. Die Börsianer hatten mit einem Umsatz von 428 Millionen Franken gerechnet. Goldbach selbst prognostizierte eine Zunahme im zweistelligen Prozentbereich. Das umsatzstärkste Geschäftsfeld Media (Vermarktung von TV- und Radio-Werbung), zu dem auch die neuen Portfolio-Sender gehören, steigerte den Erlös um 62Prozent. Das Wachstum stamme indes nicht nur von den neuen Sendern, sondern auch das bestehende Portfolio habe mit rund 20 Prozent signifikant zugelegt.

Der Bereich Goldbach Audience, in dem das Online-Werbegeschäft zusammengefasst ist, verzeichnete ein Umsatzminus von 15 Prozent. Mehr als ein Drittel des Umsatzrückgangs sei auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Goldbach Interactive schliesslich wuchs 2011 um 5 Prozent. Im wirtschaftlich schwierigen Marktumfeld nutze die Werbewirtschaft verstärkt die klassische Fernseh- und Radiowerbung zur Markenpositionierung,  führt CEO Klaus Kappeler aus. Online-Werbung dürfte dagegen im aufstrebenden Konjunkturzyklus wieder von höheren Budgets profitieren. Der Umsatzanteil des internationalen Geschäftes verminderte sich auf 13 Prozent nach 21 Prozent im Vorjahr.

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Bezüglich Profitabilität für 2011 oder Ausblick auf das laufende Jahr wurden seitens Goldbach keine Aussagen gemacht. Goldbach bekräftigte anlässlich der Publikation des Halbjahresabschlusses, dass der EBIT im Gesamtjahr im zweistelligen Prozentbereich zulegen soll. Das vollständige Jahresergebnis wird die Goldbach Group am 6. März 2012 vorlegen.

(muv/vst/awp)