Die Goldbach Group hat im ersten Semester 2015 einen um 4,5 Prozent höheren Umsatz von 226,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Bereinigt um negative Währungseffekte und den Rückzug aus den Märkten Russland, Rumänien und Adriatic betrug der Umsatzzuwachs 7,0 Prozent. Der Ebit nahm um 9,2 Prozent auf 10,7 Millionen zu, die entsprechende Marge verbesserte sich damit auf 4,7 Prozent von 4,5 Prozent im Vorjahr. Der Reingewinn (n.M.) schliesslich stieg um 75 Prozent auf 2,4 Millionen, wie die Werbevermarkterin am Freitag mitteilte.

Mit den ausgewiesenen Zahlen liegt Goldbach insbesondere bezüglich Umsatz und Gewinn über den Schätzungen der Bank Vontobel. Diese hatte einen Umsatz von 219,7 Millionen, einen Ebit von 10,6 Millionen und einen Gewinn von 2,0 Millionen Franken prognostiziert.

«Erfreuliche Fortschritte»

Die Gruppe spricht in ihrer Mitteilung von «erfreulichen Fortschritten» im ersten Semester. Die im Jahr 2014 aufgrund der Strategieanalyse eingeleiteten Massnahmen zur Fokussierung und Bereinigung des Portfolios begännen zu greifen, zeigt sich das Management zufrieden.

In der Schweiz stiegen die Erlöse um 8,5 Prozent auf 197,8 Millionen Franken. Der Zuwachs sei insbesondere von hohen einstelligen Wachstumsraten im TV-Geschäft getragen. Seit Juni vermarktet Goldbach zudem neu das Schweizer Werbefenster des französischen TV-Senders D8. Erfreulich habe sich in der Berichtsperiode mit einem Plus von 26 Prozent aber auch das Radiogeschäft entwickelt. Weiter anspruchsvoll bleibt dagegen das Online-Geschäft. Der Umsatzverlust im Bereich Display sei durch ein tiefes einstelliges Wachstum im Bereich Video nicht vollumfänglich kompensiert worden, heisst es.

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Ausblick bekräftigt

Der Umsatz in der Werbevermarktung 'Übrige' in den Märkten Österreich und Polen verminderte sich desinvestitions- und währungsbedingt um 22,4 Prozent auf 9,6 Millionen. Im strategischen Wachstumsmarkt Deutschland wurden mit 1,4 Millionen erstmalig ein Umsatz erzielt. Per August seien bereits 17 vorwiegend kleinere TV-Sender unter Vertrag. Goldbach will Aktivitäten bis Ende Jahr substantiell ausweiten.

Mit Blick auf das Gesamtjahr bekräftigt die Gruppe ihren bisherigen Ausblick. So rechnet das Management weiter mit einem Umsatzwachstum im fortgeführten Geschäft im tieferen einstelligen Prozentbereich. Dank der verbesserten Profitabilität des Kerngeschäfts und des Wegfalls von Sondereffekten wird trotz Aufbaukosten für den Markt Deutschland weiter mindestens eine Verdoppelung des Reingewinns erwartet. Insgesamt dürfte sich die Entwicklung des ersten Semesters auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, so die Einschätzung.

(awp/gku/ama)