Das moderne Bad wird mehr und mehr zum privaten Spa, zum Entspannungs- und Erholungsort, an den man sich nach einem hektischen Tag zurückzieht, um neue Energien zu tanken. Vieles dieser neuen Auffassung des «Bades als Kultur» – und nicht als blosser «Raum zur Körperreinigung» – hat seinen Ursprung unter anderem in fernöstlichen Philosophien, die Körper, Geist und Seele als Einheit ansehen und diese über verschiedene Wege und Rituale wieder in Einklang zu bringen versuchen, wenn sie gestört ist. Das Bad nimmt dabei eine wichtige Stellung ein: Entspannung in warmem Wasser, in wohltuenden heissen Dämpfen, eingehüllt in aromatische Düfte, umgeben von beruhigendem Licht und von sanften Klängen berieselt. Das ruft nach einer Umgebung voller Ruhe und Klarheit, nach einem Raum, der durch nichts irritiert, der in sich Harmonie ausstrahlt. Das ist die Grundregel, doch besagt sie nicht, dass alle Räume deshalb asketisch und einheitlich aussehen müssen. Wo, in welcher Umgebung man sich wohlfühlt, ist sehr individuell. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Ausgestaltungen und Einrichtungen der Räume – in diesem Fall des Bades oder, grosszügiger, ganzer Wellness-Bereiche. Und obwohl der Begriff «Wellness» längst für alles Mögliche und Unmögliche herhalten muss: Er ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken, bedeutet Kultur und Kult zugleich, und umschreibt vor allem eines: Lebensqualität. Im Bad von heute, der privaten Ruhe- und Wellness-Zone, kommt diese zum Ausdruck. Von ganz schlicht bis luxuriös reicht das Umsetzungsspektrum.

Wie muss die Einrichtung eines Bades aussehen, damit sie unterschiedlichste Stilbedürfnisse befriedigt und dennoch hohen Designansprüchen genügt – und zudem dabei hilft, einen Raum zu gestalten, der Ruhe und Harmonie ausstrahlt? Sanitas Troesch hat bei der Entwicklung der neuen Einrichtungsprogramme diese Frage in den Mittelpunkt gestellt und sie dem renommierten Designer Peter Wirz und dem erfahrenen Entwicklungsteam als Teil des Briefings vorgelegt. Entstanden sind daraus zwei Designlinien, die sich sowohl mit Blick auf Gestaltungsoptionen wie auch hinsichtlich der Planungsmöglichkeiten offen und flexibel zeigen und dennoch eigenständig sind. Das eine Badmöbelsystem, «noto», baut auf dem architektonischen Element einer charakteristischen C-Konstruktion auf, die Schubladen und Hochschränke, Regalböden und Türen umschliesst. Neben einem überaus modularen Aufbau zeichnet sich das Programm durch hochwertige Materialien und einen dezidierten Einsatz von Licht aus. Überhaupt wird Licht als wesentliches Gestaltungselement in allen Raumgestaltungen bewusst und gekonnt integriert. Das zweite Einrichtungsprogramm, «nara», setzt in seiner Anmutung fernöstliche Akzente. Zentrales Element ist hier eine 8 cm starke Konsole, die sich in umlaufenden Möbelblenden und senkrechten Spiegelleuchten wiederholt und in dieser Konsequenz formale Klarheit ausstrahlt. Auf diesem Prinzip beruht auch die in diesem Jahr lancierte Keramiklinie «Muse» des italienischen Unternehmens Catalano. In weichen, weiblichen Formen repräsentieren die Waschtische und Elemente eine neue Sinnlichkeit. Nach den strengen, puristischen Geraden verleihen diese sanfteren Linien dem Bad ein spezielles Cachet.

Bad, Ankleide und Schlafzimmer wachsen langsam zu einem neuen, privaten Lebensraum zusammen. Dessen Einrichtung konzentriert sich nicht mehr auf rein funktionale Elemente, sondern erhält wohnliche Akzente. Das zeigt sich in den Materialien, bei denen Holz, hoch glänzende und matte Lacke ebenso en vogue sind wie Hightech-Werkstoffe bei Wannen und Oberflächen oder Glas bei Duschwänden und Raumteilern. Es darf ruhig auch opulenter sein – vor allem im Luxusbereich, der sich mit gekonnten Glamoureffekten und Eleganz vom Standardbad differenziert. Gold ist dabei ein grosses Thema. So hat das Label «Gessi» mit «Mimi», der vor kurzem lancierten Armaturen und Accessoirelinie, nicht nur auf Chrom, sondern auch auf Gold gesetzt.

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