IMMOBILIEN-PREISE II. Ein Fall, der für viele andere steht: Eine Privatperson erwarb vor fünf Jahren ein freistehendes Einfamilienhaus in einer stadtnahen, steuergünstigen Gemeinde am rechten Zürichsee zu 1,45 Mio Fr.

Nun ist ein Verkauf geplant: Die Offerten interessierter Käufer liegen heute um 2,15 Mio Fr. Bei einem im selben Zeitraum für 850000 Fr. erworbenen Doppel-Einfamilienhaus konnte kürzlich ein Verkaufserlös von 1,275 Mio Fr. erzielt werden. Eine Villa von damals 2,3 Mio Fr. Wert wird heute für rund 3,25 Mio Fr. verkauft. Allesamt sind dies Preissteigerungen um rund 50%. Und unsere statistische Auswertung über die in den letzten Jahren erfolgten Verkäufe und Schätzungen bestätigt die positive Wertentwicklung. Wie sieht diese jedoch im Einzelnen aus?

Einfamilienhäuser: Die in den letzten Jahren festgestellte, markante Marktwertsteigerung liegt dabei ausschliesslich in der tatsächlichen Landwertsteigerung. Der Landwert steht in einem bestimmten Verhältnis zum Gebäudewert. Der Grundsatz lautet, je besser die Lage, desto höher der Landwertanteil.

In den vergangenen Jahren konnte eine durchschnittliche Landwertsteigerung von jährlich über 10% pro Jahr festgestellt werden, was über fünf Jahre dann oft zum anfangs erwähnten Wertzuwachs von rund 50% führt. Wenn zum Beispiel vor fünf Jahren noch mit einem durchschnittlichen m2-Preis von 1250 Fr. gerechnet wurde, so stellt man heute regelmässig m2-Preis-Ansätze über 2000 Fr./m2 Land fest.

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Wohneigentum: Aufgrund der erheblichen Neubauten in der Region hat sich hier die Wertsteigerung im Gegensatz zu den Einfamilienhäusern in einem engeren Rahmen gehalten. Wie vor fünf Jahren können sich die Fr./m2-Wohnflächen-Ansätze zwischen 7500 Fr./m2 und 20000 Fr./m2 bewegen, abhängig von der Mikro- und Makrolage und der Wohnungskategorie. Eine Besonderheit stellen nach wie vor Attikawohnungen dar, welche teilweise zu stolzen Liebhaberpreisen gehandelt werden.

Mehrfamilienhäuser: Sie sind und waren schon vor fünf Jahren ein rares Gut. Die Nachfrage ist nach wie vor wesentlich grösser als das Angebot an Objekten mit nachhaltig guter Rendite. Deshalb kann vermehrt festgestellt werden, dass der Käufer an guten Lagen eine geringe Bruttorendite um 5% in Kauf nimmt.

Insgesamt ist die Wertentwicklung besonders in den prestigerei-chen, stadtnahen, steuergünstigen Wohngemeinden extrem, so etwa in Zollikon, Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg und Meilen.