In Warren Buffetts Imperium blühen die Geschäfte: Dank der anziehenden US-Konjunktur fährt die Beteiligungsgesellschaft der Investorenlegende satte Gewinne ein.

Im vergangenen Quartal steigerte Berkshire Hathaway den Überschuss nach eigener Auskunft um fast 51 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz kletterte um 15 Prozent auf 43,8 Milliarden Dollar. 

Die Berkshire-Aktionäre waren bereits vor Veröffentlichung des Zwischenberichts in Feierlaune. Der Aktienkurs des Unternehmens schloss am Freitag angetrieben von der Rally an der Wall Street auf einem Rekordhoch - beste Bedingungen für die Hauptversammlung am Samstag.

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Zum Berkshire- Aktionärstreffen pilgern üblicherweise mehr als 35'000 Menschen. Buffett selbst spricht von einem «Woodstock für Kapitalisten». 

Das bunt gemischte Firmenportfolio des 82-Jährigen profitiert von der Wirtschaftsbelebung in den USA. So konnte sich etwa die Eisenbahngesellschaft Burlington Northern ebenso über eine steigende Nachfrage freuen wie der Lebensmittelgroßhändler McLane, der Wohnmobilhersteller Forest River und der Stromkonzern MidAmerican Energy. «Der glückliche Umstand ist derzeit, dass sich die Wachstumsbereiche der Wirtschaft in Berkshires Sortiment befinden», sagte Jeff Matthews, Gründer des Hedgefonds RAM Partners und Autor eines Buches über Buffett. 

Gewinngarant Versicherungen

«Das Rückrat von Berkshire ist die Weltklassesammlung von Versicherungsunternehmen», ergänzte Investmentstratege David Rolfe von Wedgewood Partners. Dazu gehört etwa der Kfz-Versicherer Geico, dessen Geschäfte glänzend liefen.

Auch im reinen Anlagen- und Derivategeschäft schossen die Gewinne hoch. Sie verdoppelten sich dort im Quartal nahezu auf 1,1 Milliarden Dollar. Buffett ist auch bei Grosskonzernen wie General Electric (GE), Goldman Sachs, Coca-Cola, IBM und Wells Fargo engagiert.

Für weitere Zukäufe fehlt es nicht an Geld. Der Barmittelbestand lag zuletzt bei 49,1 Milliarden Dollar. 12,1 Milliarden davon werden für die gemeinsam mit dem brasilianischen Finanzinvestor 3G Capital betriebene Übernahme des Ketchup-Produzenten H.J. Heinz gebraucht.

Eine weitere Grosstransaktion ist allerdings nicht in Sicht. «Weil die Zinsen bei Null sind, werden sehr hohe Preise für Firmen gezahlt», erläuterte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Charlie Munger. 

(muv/reuters)