Ex-Goldman-Sachs-Investmenbanker Greg Smith packte kürzliche gnadenlos aus: Er bezichtigte in einem Artikel der «New York Times» seinen ehemaligen Arbeitgeber unter anderem der Abzockerei - ein Artikel, der gleichzeitig sein Kündigungsschreiben war.

Und Smith gab weitere Einblicke in das Gebaren von Goldman Sachs: So seien die Kunden als Deppen - englisch «Muppets» - bezeichnet worden. Die Figuren der weltbekannten «Muppet Show» lassen dies natürlich nicht auf sich sitzen - zumindest in einer mehr oder weniger gelungenen Parodie von Neal MacDonough auf der Comedy-Webseite «Funny or die».

Während sich Goldman-Manager (unter anderem gespielt vom US-Schauspieler Kyle MacLachlan) darüber unterhalten, wie der von Smith verursachte Imageschaden behoben werden könnte, platzen drei Figuren in die Sitzung - stellvertretend für die «Anti-Muppet-Beleidigungs-Liga». Dies löst bei den Angegriffenen lediglich Gelächter aus: «Natürlich beraten wir sie gegen ihre eigenen Interessen, nur so werden wir reicher.» Es gab schon witzigere Parodien, so verschiedene Kommentare, nicht nur auf «Funny or die».

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Ex-Banker Smith ist seit der Veröffentlichung des Artikels übrigens nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetaucht - es wird gemunkelt, dass er einen Verlag für sein Buch sucht, das seine Zeit bei Goldman Sachs beschreiben soll.

(vst/tno)