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Goldman Sachs distanziert sich von Oligarch Usmanov

Im Zentrum der Kritik: der russische Oligarch Alisher Usmanov. (Bild: Bloomberg)

Die US-Investmenbank Goldman Sachs hat sich laut Medienbericht vom Börsengang des zweitgrössten russischen Mobilfunkanbieters Megafon zurückgezogen. Schuld seien die unklaren Vermögensverhältnisse von

Veröffentlicht am 10.10.2012

Die Investmentbank Goldman Sachs ist einem Pressebericht zufolge vom geplanten Börsengang des zweitgrössten russischen Mobilfunkanbieter Megafon abgesprungen. Wie die «Financial Times» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, hat das Institut Unbehagen wegen der ungeklärten Vermögensverhältnisse des Mehrheitsaktionärs Alisher Usmanov.

Der Oligarch hatte jüngst angekündigt, seine Vermögenswerte, zu denen neben Megafon auch Stahlaktivitätten und ein Anteil am Fussballverein FC Arsenal gehören, in eine Dachgesellschaft einzubringen.

 

Kritik: Mehrheitsaktionär in einer Umstrukturierung

Dem Bericht zufolge bereitete es Goldman Sachs Sorgen, an einem Börsengang mitzuwirken, dessen Mehrheitsaktionär sich in einer Umstrukturierung befindet. Laut der Zeitung wollte sich Goldman Sachs nicht zu dem Bericht äussern. Als begleitende Banken blieben Morgan Stanley , Sberbank CIB, Citi, Credit Suisse und VTB übrig.

Megafon will noch in diesem Jahr in London und Moskau an die Börse gehen. Das Unternehmen selbst und der schwedische Anteilseigner TeliaSonera wollen je etwa 10 Prozent der Aktien verkaufen. Mehrheitsaktionär Usmanov will an seinen 50 Prozent plus einer Aktie hingegen festhalten.

Insgesamt könnte der Börsengang ein Volumen von etwa 3 Milliarden US-Dollar haben, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit wäre es einer der grössten russischen Börsengänge der vergangenen Jahre.

(vst/aho/awp)

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