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Bericht
Goldman Sachs liebäugelt mit Bitcoin

Goldman Sachs: Die Grossbank hat offenbar Interesse am Bitcoin-Handel. Getty

Bislang lassen die Wall-Street-Banker die Finger von Bitcoin. Mit dieser Zurückhaltung könnte es bald vorbei sein: Offenbar prüft Goldman Sachs den Einstieg in den Handel mit Cryptowährungen.

Veröffentlicht am 03.10.2017

Goldman Sachs könnte als erste grosse Wall-Street-Bank in den Handel mit Bitcoin einsteigen: Laut dem «Wall Street Journal» prüft das Institut, eine eigene Abteilung für Cryptowährungen zu schaffen. Goldman Sachs wollte die Pläne gegenüber der Zeitung nicht bestätigen.

Bislang haben Wall-Street-Banken die Risiken gescheut, welche der Handel mit Bitcoin mit sich bringt. Die digitale Währung ist umstritten – der Chef des Goldman-Sachs-Konkurrenten JP Morgan, James Dimon, bezeichnete Bitcoin kürzlich sogar als Betrug, und drohte Mitarbeitenden, die mit Bitcoin handeln, mit der Kündigung. Die Währung ist auch äussert volatil. Zwischen Juli und Anfang September hat sich der Preis verdoppelt – nur um innert zwei Wochen wieder um mehr als einen Drittel zu sinken.

CS und UBS experimentieren mit Blockchain

Ganz verschlossen hat sich die Finanzindustrie dem Trend zu digitalen Währungen aber nicht. Fast alle Grossbanken experimentieren mit der Blockchain-Technologie, welche die Grundlage für Bitcoin bietet – so auch die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse.

Dass Goldman Sachs vielleicht nun einen Schritt weiter geht und direkt mit digitalen Währungen handelt, liegt vielleicht am Boom der ICO (Initial Coin Offerings): Immer mehr Startups finanzieren sich, indem sie statt Aktien den Investoren Cryptowährungen verkaufen. Die Jungfirmen verzichten somit auf die Dienste der Banken – und den Instituten entgehen Gebühren. Die etablierte Finanzindustrie verliert durch diese neue Finanzierungsform zunehmend lukrative Geschäfte.

(mbü)

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