Die US-Investmentbank Goldman Sachs stellt sich weiterhin auf hohe Strafzahlungen für Sünden der Vergangenheit ein. Die Rückstellungen für mögliche Kosten durch Vergleiche oder Strafen wurde im ersten Quartal um 800 Millionen Dollar auf 3,8 Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) erhöht, wie aus dem veröffentlichten ausführlichen Quartalsbericht hervorgeht.

Trotz Rückstellungen brummt das Geschäft

Die Bank machte keine Angaben darüber, für welche Rechtsstreitigkeiten im Einzelnen das Geld zurückgelegt wurde. Goldman ist aber wie viele Konkurrenten in eine Reihe von Klagen und Ermittlungen verwickelt. Dazu zählt auch die mögliche Manipulation von Devisenkursen. Für diesen Fall hatten zuletzt auch viele andere Institute mehr Geld beiseite gelegt.

Trotz der erneuten Rückstellung verdiente die Bank zum Jahresauftakt mit rund 2,75 Milliarden Dollar knapp 41 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies hatte die Bank bereits Mitte April mitgeteilt.

Goldman Sachs hatte nach der Finanzkrise immer wieder hohe Strafen bezahlt - zuletzt im vergangenen Sommer in Milliardenhöhe für Deals mit umstrittenen Hypothekenpapiere. An einem der grössten Skandale der Branche - die Manipulation des Referenzzinses Libor - war Goldman indes nicht beteiligt.

(awp/chb)