Die US-Investmentbank Goldman Sachs will offenbar ganz bei der chinesischen Grossbank Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) aussteigen. Derzeit laufe die Platzierung des letzten noch verbliebenen Aktienpakets im Wert von rund 1,1 Milliarden US-Dollar (rund 856 Millionen Euro), berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Papiere sollen für 5,47 bis 5,50 Hongkong-Dollar das Stück platziert werden. In Hongkong waren die ICBC-Aktien an diesem Montag mit einem Kursplus von 1,4 Prozent bei 5,64 Hongkong-Dollar aus dem Handel gegangen. Mit der Platzierung würde Goldman Sachs einen Schlussstrich unter sein fast siebenjähriges Engagement ziehen.

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Goldman Sachs hatte sich vor dem ICBC-Börsengang im Jahr 2006 an der chinesischen Bank beteiligt. Da der Wert der Beteiligung seitdem deutlich gestiegen ist und Goldman wegen der Finanzkrise und den neuen Regeln für Banken dringend Geld braucht, haben die Amerikaner in den vergangenen Jahren immer wieder Aktien verkauft. Vor der aktuellen Platzierung hatte die US-Bank mindestens fünf Mal ICBC-Papiere abgestossen und dabei knapp 8,8 Milliarden Dollar eingenommen. Zuletzt hatte sich Goldman im Januar von ICBC-Papieren getrennt.

(chb/awp)