Der US-Internetriese Google hat sich besorgt gezeigt über Berichte über ein riesiges Überwachungsprogramm der US-Geheimdienste für Internet-Daten. Es müsse mehr Transparenz geben.

«Wir verstehen, dass die Regierungen der USA oder anderer Länder Massnahmen ergreifen müssen, um die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten», schrieb Google-Chef Larry Page am Freitag (Ortszeit) im offiziellen Unternehmensblog. Zu diesen Massnahmen zählten auch manchmal Überwachungsmassnahmen.

«Aber der Grad der Geheimhaltung um diese legalen Massnahmen untergräbt die Freiheiten, die wir alle ehren und schätzen.» Page versicherte zudem, dass sein Unternehmen den US-Geheimdiensten das Abgreifen von Daten nicht bewusst ermöglicht habe.

«Wir sind keinerlei Programm beigetreten, dass der US-Regierung oder einer anderen Regierung direkten Zugang zu unseren Severn ermöglicht», schrieb der Google-Chef.

Obamas Verteidigung

Zuvor hatte US-Präsident Barack Obama das Vorgehen der Geheimdienste verteidigt. «Man kann nicht 100 Prozent Sicherheit und 100 Prozent Privatsphäre und null Unannehmlichkeiten haben», sagte er mit Verweis auf die Bedrohung durch Terroristen.

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Nach Berichten der «Washington Post» und des britischen «Guardian» haben der US-Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI die Möglichkeit, direkt auf die Server grosser Internetfirmen wie Google zuzugreifen. Sie könnten so die Internetaktivitäten von Nutzern weltweit überwachen und ihre E-Mails, Videos, Fotos und Verbindungsdaten einsehen.

Betroffen sind den Berichten zufolge neun Unternehmen, neben Google unter anderem auch Facebook, Microsoft und Apple. Dem «Guardian÷÷ zufolge wurden auf Grundlage der Internet-Auswertung schon mehr als 70'000 Geheimdienstberichte erstellt.

(rcv/sda)