Die EU-Kommission hat die vom Internet-Giganten Google geplante Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility erlaubt. Sie sieht den Wettbewerb nicht in Gefahr.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte am Montag in Brüssel, die Fusion werde genehmigt, «weil wir nach einer eingehenden Untersuchung zu dem Schluss gekommen sind, dass diese Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Probleme aufwirft.»

Die Marktsituation bei Betriebssystemen und Patenten für Smartphones und Tablets werde durch die Fusion nicht erheblich verändert. Motorola Mobility entwickelt Smartphones und Tablets und das weltweit grösste Unternehmen für Internetsuchdienste und Suchmaschinenwerbung Google hat mit «Android» ein populäres Betriebssystem für mobile Geräte entwickelt.

Motorola schreibt Verluste. Dem Unternehmen wurden die hohen Kosten zum Verhängnis. Neben Handys produziert Motorola auch noch Set-Top-Boxen fürs Kabelfernsehen. Dieses Standbein ist profitabel.

Der Internetkonzern Google kauft das Branchenurgestein für 12,5 Milliarden Dollar, um damit seinen Vorstoss ins Smartphone-Geschäft abzusichern. Motorola verfügt über Tausende Patente, die Google in Auseinandersetzungen mit Apple oder Microsoft über sein Smartphone-Betriebssystem Android gut gebrauchen kann.

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(aho/sda)