Der US-Internetkonzern Google bleibt eine Geldmaschine. Im Schlussquartal verdiente das Unternehmen aus dem Silicon Valley dank eines florierenden Werbegeschäfts unter dem Strich 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro). Das war ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie Google am Sitz in Mountain View mitteilte. Der Gewinn pro Aktie blieb leicht hinter den Erwartungen zurück: Google hat 12,01 Dollar pro Aktie verdient, erwartet worden waren 12,26 Dollar pro Aktie.

Google hat dabei im vierten Quartal 16,86 Milliarden Dollar eingenommen, 17 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die Analysten hatten nach Thomson Reuters Einnahmen in Höhe von 16,75 Milliarden Dollar erwartet. Im Vorjahreszeitraum hatte der Internetriese 12,16 Milliarden Dollar umgesetzt. Auch stiegen die konzernweiten Einnahmen insbesondere aus der Internetwerbung kräftig an. Die Aktie stieg nachbörslich.

Motorola tief im Minus

Die Handytochter Motorola blieb währenddessen ein Verlustbringer. Sie verlor operativ 384 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr. Google verkauft die Sparte nun für 2,9 Milliarden Dollar an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo weiter. Google, das mit seinem Betriebssystem Android weltweit auf Smartphones präsent ist, hatte Motorola erst vor zwei Jahren übernommen und 12,5 Milliarden Dollar für den kriselnden Handybauer bezahlt. Der Verkauf bedeutet eine gewichtige Verschiebung am hart umkämpften Mobilmarkt. Google hat jedoch wichtige Motorola-Patente behalten. 

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(me, mit awp)