Aktuell sitzt Google auf einer Barreserve von rund 40 Milliarden Dollar. Bisher hatte das Unternehmen das Geld in US-Staatsanleihen und andere Papiere mit geringem Risiko angelegt - jetzt erhöht sich ganz offensichtlich die Risikobereitschaft.

Wie die Online-Ausgabe des «Wall Street Journal» (WSJ) berichtet habe die Internetfirma bereits mehrere hundert Millionen Dollar in Obligationen von Autoherstellern investiert, die mit Autokrediten besichert sind - zuletzt bei den mit einem Triple-A-Rating versehenen Honda und Hyundai.

Seit die Renditen für US-Staatspapiere im Keller sind, müssen sich viele Firmen neu orientieren. «Wir versuchen hier nicht, einen Homerun zu erzielen», wird der bei Google für Kapitalanlagen zuständige Brent Callinicos zitiert.

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Anlageform in der Erfolgsspur

Mit Autokrediten besicherte Anlagen stehen hoch im Kurs: Seit Jahresbeginn seien in den USA Papier im Umfang von über 60 Milliarden Dollar gezeichnet - 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die durch Autokredite besicherten Papiere haben gemäss Bericht 2012 im Schnitt eine Rendite von 2,34 Prozent abgeworfen - dies bei einer durchschnittlichen Laufzeit von knapp über zwei Jahren. «Einige der jüngsten Anleihen haben sogar nur Renditen um die 0,5 Prozent», so der Bericht - auch das ist aber mehr als die erzielbaren 0,2 Prozent auf vergleichbaren Staatsanleihen.

Google nimmt mit seinen Barreserven, der sogenannten Kriegskasse, eine Spitzenstellung ein: Nur General Electric, Goldman Sachs und Microsoft verfügen unter den S&P-100-Firmen über einen noch grösseren Bestand. 

(vst)