Der Pharmakonzern Novartis hat über seine Zuger Tochter Alcon eine Lizenz für die sogenannte «Smart Lens» von Google gekauft. Die Technologie des US-Internetriesen kann etwa im Bereich Augenmedizin verwendet werden. Details zu den finanziellen Bedingungen des Deals gab Novartis nicht bekannt, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Für die Entwicklung einer intelligenten Kontaktlinse veranschlagt Novartis mehrere Jahre. «Das wird nicht von einem Tag auf den anderen passieren», sagte Novartis-Chef Joseph Jimenez. «Es sind nicht Monate, wir reden vermutlich über Jahre.» Novartis hoffe, die «Smart Lense»-Technologie in rund fünf Jahren auf den Markt bringen zu können.

In Googles «smarte» Kontaktlinsen würden nicht-invasive Sensoren, Mikrochips und andere miniaturisierte Elektronikteile eingebaut, so die Pläne der beiden Partner. Auf diese Weise könne beispielsweise Diabetes-Patienten bei der Behandlung ihrer Krankheit durch eine kontinuierliche Messung des Zuckerspiegels über die Linse in Verbindung mit einem mobilen Zusatzgerät geholfen werden. Auch bei Altersweitsicht soll die dann Technologie helfen, die natürliche Fokussierung des Auges wiederherzustellen.

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Auch Apple und Samsung könnten der Medizin nutzen

Neben Google forschen auch Technologiekonzerne wie Samsung und Apple an tragbaren Gräten, die nicht nur im Alltag einen Nutzen haben, sondern ebenso in der Medizin gebraucht werden können. Alcon ist ein Pharmakonzern mit dem Fokus auf Augenmedizin und bildet innerhalb von Novartis die Division Augenheilkunde. Alcon beschäftigt in knapp 80 Ländern rund 15'000 Mitarbeiter.

(dbe/mit Material von awp und reuters)