Der Internetriese Google hat Mitte Januar bei der US-Behörde für Medienkontrolle (FCC) ein Gesuch eingereicht, um 50 mobile Basisstationen errichten zu können. Laut dem Technologieportal «heise.de» sollen diese Stationen am Westrand des Firmengeländes in Mountain View platziert werden, also nahe am Android-Entwicklungszentrum.

Dabei soll es sich um ein kleines «experimentelles» Netzwerk für nur 200 Geräte handeln. Auffallend ist, dass die verwendeten Frequenzen mit keinem in den USA gebräuchlichen Smartphone oder Tablet kompatibel sind. Verwendet werden sie nur von Mobilfunkanbietern in China, Brasilien und Japan.

Naheliegend ist, dass Google ausschliesslich mit Geräten experimentiert, die exklusiv in diesen Weltregionen benutzt werden. Doch laut «heise.de» kursieren Gerüchte, dass Google die grossen US-Mobilfunk-Netzbetreiber AT&T und Verizon frontal angreifen und gemeinsam mit dem Fernsehanbieter Dish einen neuen kabellosen Breitband-Internetzugang anbieten wolle.

Google hatte sich in der Vergangenheit immer wieder mit den US-Netzbetreibern angelegt. So wollte der Konzern unter anderem sein eigenes Smartphone Nexus online ohne den in den USA üblichen Simlock anbieten, was zu einigen Komplikationen mit den Netzbetreibern führte.

(rcv/tno)