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Entscheid
Google zahlt App-Käufe von Kindern zurück

Google Android: Kinder buchten Apps ohne Wissen ihrer Eltern.   Keystone

Google muss Nutzern Gebühren zurückzahlen, die durch App-Käufe von Kindern entstanden sind. Der Internet-Konzern hat mittlerweile die Hürden für das Buchen von Android-Anwendungen erhöht.

Veröffentlicht am 05.09.2014

Nach Apple wird auch Google in den USA den Nutzern mobiler Geräte Millionen für App-Einkäufe von Kindern zurückzahlen. Der Internet-Konzern werde Verbrauchern insgesamt mindestens 19 Millionen Dollar (14,6 Millionen Euro) überweisen, teilte die Handelskommission FTC am späten Donnerstag mit.

Die Behörde hatte bemängelt, dass Kinder es zu leicht gehabt hätten, in Apps aus Googles Download-Plattform für das Betriebssystem Android zusätzliche Inhalte ohne Zustimmung der Eltern zu erwerben. Apple hatte sich wegen ähnlicher Vorwürfe zuvor bereit erklärt, mindestens 32 Millionen Dollar zurückzahlen.

Hürden für In-App-Käufer erhöht

Beide Anbieter hatten nach der FTC-Kritik die Hürden für In-App-Käufe höher gemacht. Verbraucher hatten sich beklagt, dass ihre Kinder zum Teil mehrere tausend Dollar in Apps ohne ihr Wissen ausgegeben hatten, zum Beispiel für virtuelle Artikel in Spielen. Den Kindern sei dabei gar nicht bewusst gewesen, dass sie Geld ausgeben. Unter anderem trug dazu ein Fenster von 15 bis 30 Minuten nach Eingabe des Passworts ein, währenddessen man in Apps uneingeschränkt Bezahlinhalte laden konnte.

Die FTC hat wegen der In-App-Käufe von Kindern inzwischen auch den Online-Händler Amazon im Visier, der ebenfalls einen App-Store betreibt.

(sda/me)

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