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Gotthard-Felssturz: Sprengung so gut wie sicher

Blick aus dem Helikopter auf das Felssturzgebiet bei Gurtnellen. (Bild: Keystone)

Der Verkehr auf der SBB-Gotthardlinie ist durch einen Felssturz in Gurtnellen blockiert. Ein 500 Kubikmeter grosser Felsen droht abzustürzen und gefährdet die Aufräumarbeiten. Nun soll eine Sprengung

Veröffentlicht am 07.06.2012

Das labile Felsstück, das im Bergsturzgebiet von Gurtnellen abzustürzen droht, muss wohl weggesprengt werden. Nach aktueller Einschätzung dürfte der Felsen Mitte nächster Woche gesprengt werden, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig.

Der 500 Kubikmeter grosse Felsen droht abzustürzen und gefährdet die Bergung des verschütteten Arbeiters und die Aufräumarbeiten. Der Bergsturz oberhalb der Gotthardbahnlinie ereignete sich am Dienstag. Die Bahnstrecke dürfte mehrere Wochen unterbrochen sein.

Der Felsblock müsse runter, sagte Ginsig. Es sei zwar möglich, dass er sich von selbst löse, doch dürfte mit 99-prozentiger Sicherheit eine Sprengung nötig sein.

Problem für den Güterverkehr

Ob sich weitere Sprengungen oder Sicherungsmassnahmen audrängen werden, ist gemäss Ginsig offen. Experten werten zur Zeit Messdaten aus und erstellen ein geologisches Modell der Felspartie.

Stark beeinträchtigt ist durch den Felssturz der Güterverkehr. Dafür sucht die SBB nach Ausweichrouten via Österreich (Brenner) und Frankreich (Mont Cenis). Denn die Lötschberg-Simplon-Achse ist als Ausweichroute wenig geeignet. Die Simplonröhre wird zurzeit saniert, ihre Kapazität ist dadurch ohnehin schon eingeschränkt.

(tno/chb/sda)

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