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Glücksspiel
Grand Casino Baden zurück in Gewinnzone

Grand Casino Baden: drittgrösstes Spielcasino der Schweiz.   Keystone

Nach einem Verlust im Vorjahr hat das Grand Casino Baden 2016 wieder einen Konzerngewinn in Millionenhöhe erzielt. Der Bruttospielertrag ging allerdings zurück.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Der Bruttospielertrag des Grand Casino Baden ist im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 59,6 Millionen Franken gesunken. Nach einem Verlust von 700'000 Franken im Vorjahr konnte jedoch wieder ein Konzerngewinn von 2,1 Millionen Franken erzielt werden.

Der Rückgang beim Bruttospielertrag sei vor allem auf die erschwerte Verkehrssituation zurückzuführen, teilte die Stadtcasino Baden mit. Der Umbau des Schulhausplatzes, der Verkehrsdrehscheibe in der Ostaargauer Metropole, habe sich erstmals ganzjährig auf das Geschäftsergebnis ausgewirkt.

«Hohe Kostendisziplin»

Den konsolidierten Gewinn von 2,1 Millionen Franken sei dank «erneut hoher Kostendisziplin» erreicht worden, heisst es in der Mitteilung. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung die Ausschüttung einer um 5 Franken auf 20 Franken erhöhten Dividende.

Trotz des leicht rückläufigen Bruttospielertrags konnte das Grand Casino Baden seine Position als drittgrösstes Spielcasino der Schweiz behaupten. 2016 wurden insgesamt 332'000 Besucher gezählt - 3000 weniger als im Vorjahr.

Davos erneut mit Verlust

Das Casino Davos, an dem die Stadtcasino Baden AG eine Beteiligung von 90 Prozent hält, konnte den Bruttospielertrag um 7,9 Prozent auf 2,2 Millionen Franken steigern. Trotz dieser Verbesserung gelang es auch 2016 nicht, ein positives Geschäftsergebnis zu erzielen.

Der Verwaltungsrat will nun die politischen Entscheidungen zum neuen Geldspielgesetz abwarten. Das von den eidgenössischen Räten verabschiedete Gesetz soll 2019 in Kraft treten.

Nur mit einer Senkung der Spielbankenabgabe für Bergcasinos sei ein profitabler Betrieb möglich, wird Jürg Altdorfer, Verwaltungsratspräsident der Casino Davos AG, in der Mitteilung zitiert. Ansonsten drohe weiterhin die Schliessung der beiden letzten Schweizer Bergcasinos in Davos und St. Moritz.

Wien-Projekt gescheitert

Gescheitert ist das Casino-Projekt in Wien, das die Stadtcasino Baden AG zusammen mit der deutschen Gauselmann-Gruppe realisieren wollte. Nach einer Klage der Casino Austria AG hatte der Verwaltungsgerichtshof die Konzessionsentscheidung im vergangenen September die Konzessionsentscheidung endgültig aufgehoben.

Für den Entscheid seien ausschliesslich rechtliche Mängel im Ausschreibungsverfahren massgebend gewesen, schreibt die Stadtcasino Baden. Geprüft werde nun eine Schadenersatzforderung gegen die Republik Österreich.

Im Juli starte das Grand Casino Baden das Online-Casino mit einer «Free-to-play»-Version. Es will damit operative Erfahrungen im Internet-Gaming sammeln und sich auf die Bewerbung für eine Online-Konzession vorbereiten.

(sda/cfr/chb)

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