1. Home
  2. Unternehmen
  3. Greco verspricht Aktionären bessere Renditen

Ziele
Greco verspricht Aktionären bessere Renditen

Mario Greco: Will das Vertrauen in den Konzern wieder herstellen. Generali

Zurich-Chef Mario Greco hat den Aktionären bessere Resultate in Aussicht gestellt. Diese murrten unterdessen über die Managerlöhne beim Versicherungskonzern.

Veröffentlicht am 30.03.2016

Mario Greco hat bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Chef der Zurich Insurance Group den Aktionäre bessere Resultate in Aussicht gestellt. «Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, die Renditen zu erzielen, die sie als loyale Aktionäre von Zurich erwarten», sagte Greco auf der Generalversammlung des Versicherungskonzerns in Zürich laut Redetext.

Die Leistung des Unternehmens habe zuletzt nicht den Erwartungen entsprochen. Er sei aber zuversichtlich, die Rentabilität und die Renditen für die Aktionäre zu verbessern.

Gewinn halbiert

Um das Vertrauen in den Konzern wieder herzustellen, sei es insbesondere wichtig, gesetzte Ziele zu erreichen, sagte Greco. Zurich hatte im Februar das bereits in weite Ferne gerückte Rentabilitätsziel gekippt. Priorität hat Greco zufolge zudem das Ausarbeiten einer Strategie für 2017 und darüber hinaus.

Der Gewinn von Europas fünftgrösstem Versicherer hatte sich im vergangenen Jahr wegen hoher Schadenzahlungen, Restrukturierungskosten und Altlasten im Kerngeschäft Schadenversicherung auf 1,8 Milliarden Dollar gut halbiert. Greco, den die Schweizer vom italienischen Rivalen Generali abgeworben haben, hat am 7. März das Ruder übernommen. Der langjährige Zurich-Chef Martin Senn hatte im Dezember das Handtuch geworfen.

87,6 Prozent heissen Vergütungsbericht gut

Die Aktionäre des Versicherungskonzerns Zurich brachten derweil bei der Generalversammlung ihren Unmut über die Entlohnung des Top-Managements zum Ausdruck. Bei einer nicht bindenden Abstimmung hiessen nur 87,6 Prozent der Aktionäre den Vergütungsbericht gut.

Dem Geschäftsbericht, der Gewinnverwendung und der unveränderten Dividende von 17 Franken je Aktie stimmten hingegen jeweils mindestens 99 Prozent der Aktionäre zu. Experten zufolge läuten beim Verwaltungsrat und bei der Geschäftsleitung eines Unternehmens die Alarmglocken, sobald sich weniger als 90 Prozent der Aktionäre mit dem Vergütungssystem einverstanden erklären.

Den Gewinneinbruch beim Konzern bekam das Top-Management zwar auch im eigenen Portemonnaie zu spüren, die 13-köpfige Geschäftsleitung trug allerdings noch immer Millionengehälter nach Hause.

Zwei neue Verwaltungsräte

Weiter wurden bei der Generalversammlung David Nish mit 99,54 Prozent und Jeffrey Hayman mit 99,48 Prozent neu in den Verwaltungsrat gewählt. Thomas Escher, Rafael del Pino und Don Nicolaisen standen dagegen nicht mehr zur Wiederwahl bereit. Tom de Swaan wurde als Präsident des Verwaltungsrats für eine einjährige Amtsdauer bestätigt, wie auch die restlichen Verwaltungsräte.

(reuters/awp/sda/cfr/chb)

Anzeige