Die Aargauer Firma Green hat mit internetbasierten Angeboten gros­se Pläne. Das Unternehmen wird eine für die Schweiz neuartige Cloud-Dienstleistung lancieren – so etwas bieten bisher ­lediglich Grosskonzerne wie Amazon.

­Firmen beziehen damit online ihren Bedarf an IT-Infrastruktur, abgerechnet wird nach der effektiven Nutzung. Green, einst vom Bauernverband gegründet, will mit dem Angebot stark wachsen: «Wir erwar­ten mehrere Millionen Franken Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren», so Green-Chef Franz Grüter. Mit dem Rechenzentrumsgeschäft soll das Cloud-­Angebot in drei Jahren die Hälfte des ­Unternehmensertrags ausmachen. Der Umsatz von Green wird auf 80 Millionen Franken geschätzt.

Grosse Hoffnungen

Die IT-Branche setzt grosse Hoffnungen in das Cloud-Geschäft. Auch andere Schweizer Unternehmen bieten solche Dienstleistungen, sie basieren aber meist auf gemieteter Rechenzentrumsfläche. Grüter sieht Green mit eigenen Kapazitäten im Vorteil: «Um die Dienstleistung und die Infrastruktur aus einer Hand zu bieten, sind Investitionen notwendig.» In der Branche ist klar, dass Swisscom bald im grossen Stil in das Geschäft einsteigt. «Das Marktpotenzial sehen wir als sehr gross an, da die Cloud ein Schritt zur Industrialisierung der IT und zu effizienteren und kostengünstigeren Lösungen ist», so ein Swisscom-Sprecher.

(jb)