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Grilliert wird gerne – doch für weniger Geld

Grillfleisch: Bei Bell griffen die Kunden hier häufiger zu. Keystone

Dank einer guten Grillsaison und den Festtagen hat Fleischproduzent Bell 2015 mehr verkauft. Die Einnahmen gingen in der Schweiz dennoch leicht zurück.

Veröffentlicht am 14.01.2016

Der Fleischverarbeiter Bell ist im vergangenen Geschäftsjahr 2015 in einem «anspruchsvollen Umfeld» weiter gewachsen. Der Warenumsatz stieg um 8,5 Prozent bzw. 220 Millionen auf 2,8 Milliarden Franken, wobei diverse Sonderfaktoren den Umsatzausweis massgeblich beeinflussten.

Währungsbedingte Umrechnungsdifferenzen von 89 Millionen Franken sowie eine Minusteuerung bei den Rohmaterialpreisen von über 13 Millionen reduzierten laut Mitteilung vom Donnerstag den Umsatz nominal. Die erstmalige Konsolidierung von Hilcona trug dagegen 360 Millionen zum Gruppenumsatz bei. Das Absatzvolumen über die ganze Gruppe erreichte 275'000 Tonnen (+28 Prozent).

In der Schweiz weniger eingenommen

Mit diesen Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten gut erfüllt. Die Experten von ZKB und Vontobel hatten mit 2,75 Milliarden respektive 2,80 Milliarden Franken gerechnet.

Bei der Division Schweiz ging der Umsatz aufgrund der Minusteuerung und der erhöhten Aktionstätigkeit um 0,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken zurück. Das Absatzvolumen hingegen stieg derweil um rund 1,1 Prozent auf 123'000 Tonnen. In der Schweiz habe sich Bell in einem schwierigen Umfeld mit einem weiter wachsenden Einkaufstourismus gut behauptet, heisst es dazu.

Grillfleisch gut verkauft

Dank guten Saisongeschäften bei Grill und Festtagen sowie erfolgreichen Verkaufsförderungsmassnahmen seien das Absatzvolumen gesteigert und Marktanteile gewonnen worden. Die Minusteuerung beim Schweinefleisch habe hingegen entsprechende Auswirkungen auf den nominalen Umsatz gehabt.

Der Umsatz der Division Deutschland ging in Lokalwährung um 1,6 Prozent zurück. In der Berichtswährung sank er um knapp 14 Prozent auf 423 Millionen Franken. Das Absatzvolumen lag mit 64'000 Tonnen um 1,7 Prozent unter Vorjahr. Bei Bell International ging der Umsatz um 18 Prozent auf 225 Millionen zurück.

Bereinigt um Währungsumrechnungen und die abgestossenen Filialen in der Slowakei und in Tschechien lag der Umsatz den Angaben zufolge über Vorjahr. Das Absatzvolumen wuchs um 7,0 Prozent auf 35'000 Tonnen.

(awp/me)

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