Der schwedische Rüstungskonzern investiert «einen hohen einstelligen Millionenbetrag» in seinen Thuner Ableger Saab Bofors DynamicsSchweiz (SBDS). Innert fünf Jahren sollen neue Produkte wie beispielsweise Gefechtsköpfe für den Zivilmarkt zur Exploration von Öl- und Gasvorkommen den Umsatz insgesamt verdoppeln. «Für Exportvorhaben sind die neuen EU-Ostländer sehr interessant», sagt SBDS-Chef Stephan Kocher gegenüber der «Handelszeitung».

Für die neuen Geschäfte sollen zwanzig neue Mitarbeiter zu den bestehenden 50 dazustossen. Zudem ist aus Platzgründen der Auszug aus den Büros auf dem Ruag-Areal geplant. «Die gesamte Strategie wurde diesen Sommer definiert und vom Mutterkonzern Saab AB abgesegnet», sagt Kocher. Der zusätzliche Platz soll aber nicht völlig abseits der Ruag geschaffen werden. Auch wenn Ruag ihre Fünf-Prozent-Beteiligung an Saab - laut Geschäftsbericht im Wert von zwei Millionen Franken - in diesem Jahr verkauft hat. Die neuen Räumlichkeiten sollen in der Nähe von Thun bleiben.

Neben dem Vertrieb der Gefechtsköpfe für den zivilen Einsatz sind auch Luft-Boden-Abwehrsysteme und die Serienfertigung schultergeschützter Gefechtsköpfe von Saab Bofors geplant. «Das erste Los von 500 Stück der schultergeschützten Gefechtssysteme wird 2013 ausgeliefert», sagt Kocher.

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