Die Aufträge stehen im Zusammenhang mit der Bestellung von 60 Gripen-E-Kampfjets, die Schweden bereits bestellt hat sowie einer möglichen Bestellung von 22 Gripen-E-Kampfjets durch die Schweiz, teilte der Gripen-Hersteller Saab mit.

Es handelt sich bei diesem ersten Auftragspaket um wesentliche Komponenten des Gripen-E-Kampfjets. Dies belege den Willen von Saab, direkte Aufträge für den Gripen E in die Schweiz zu vergeben. Für die Schweizer Industrie bedeute dies ein Geschäftsvolumen von über 500'000 Mannstunden Arbeit.

Saab sei auf der Suche nach langfristigen Partnern für sein Gripen-Programm, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Moment fänden Gespräche mit KMUs aus allen Regionen statt, lässt sich Lennart Sindahl, Direktor des Bereichs Aeronautics bei Saab, in der Mitteilung zitieren.

Zu Gegengeschäften verpflichtet

Die Rolle der Schweizer Unternehmen als Gripen-E-Zulieferer und Partner sei nicht auf die schwedischen und mögliche Schweizer Kampfjets beschränkt, sondern erstrecke sich auch auf zukünftige Gripen-E-Bestellungen, schreibt das Unternehmen weiter.

Diese Projekte würden mit Schweizer Firmen abgeschlossen - unabhängig von einem allfälligen Referendum. Dies erklärte Richard Smith, Kampagnendirektor Gripen Schweiz bei Saab, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sollte es später nicht zum Kauf der 22 Gripen durch die Schweiz kommen, sei das für Saab kein Anlass, strategisch wichtige Zulieferer wieder zu wechseln.

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Saab ist verpflichtet, das Industriebeteiligungsprogramm (SIP) in Übereinstimmung mit der Offset-Politik von armasuisse regional aufzufächern: 5 Prozent im italienschsprachigen Teil der Schweiz, 30 Prozent in der Romandie und 65 Prozent in der Deutschschweiz.

Saab ist im Rahmen des SIP ausserdem verpflichtet, Gegengeschäfte in der Höhe von 100 Prozent des Gripen-Vertragswertes abzuschliessen. Per Ende 2012 haben Saab und seine Partner Aufträge von rund 250 Millionen Franken an über 100 Schweizer Unternehmen vergeben.

(tke/aho/sda)