Die grösste Solaranlage des Wallis ist auf den Dächern der Weinkellerei Rouvinez in Martigny eingeweiht worden. Die Sonnenstube Wallis bietet laut den Projektpartnern Alpiq InTec und Sinergy ein grosses Potenzial für die Entwicklung der Photovoltaik.

Der führende Walliser Weinproduzent, die Rouvinez-Gruppe, hatte den Energiekonzern Alpiq InTec mit der Realisierung des Grossprojektes beauftragt. Es kostete drei Millionen Franken und wurde in einer Rekordzeit von weniger als zwei Monaten erstellt.

Die «Cerenouvelables» getaufte Grossanlage ist seit vergangenem Dezember in Betrieb. Mit 5778 Solarmodulen auf einer Fläche von 15'000 Quadratmetern wird sie jährlich rund 1,5 Millionen kWh Strom produzieren, mehr als die gesamte Rouvinez-Gruppe braucht.

Ersatz für 420'000 Liter Diesel

«Die Anlage auf diesen Dächern allein genügt, um mehr als den gesamten Strombedarf unserer Standorte Siders, Sitten und Martigny zu decken», sagte der Projektinitiator Frédéric Rouvinez bei der Einweihung. Zum Vergleich werde diese Anlage jährlich so viel Energie liefern wie 420'000 Liter Diesel oder so viel Strom erzeugen wie 400 Haushalte benötigten.

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Drittgrösste Anlage der Schweiz

Tatsächlich handelt es sich um die grösste Photovoltaikanlage im Wallis und die drittgrösste in der Schweiz - nach der Palexpo in Genf und den Industriehallen der Ferrowohlen in Wohlen (AG).

Die Sonnenstube Wallis biete ein grosses Potenzial für die Entwicklung der Photovoltaik, betonte Oliviero Lubatti, Geschäftsführer von Alpiq InTec Romandie.

Neuartige Partnerschaft

Die Grossanlage in Martigny konnte gemäss den Projektpartnern dank einer öffentlich-privaten Partnerschaft realisiert werden. Die Rouvinez-Gruppe übernahm 80 Prozent der Kosten, während der lokale Stromversorger Sinergy die restlichen 20 Prozent finanzierte.

Für Marc-Henri Favre, Stadtpräsident von Martigny und Verwaltungsratspräsident von Sinergy, geht die Rouvinez-Gruppe mit hervorragendem Beispiel voran. Die Umsetzung eines Photovoltaikprojektes dieser Grösse passe perfekt zu den Zielen von Martigny als Energiestadt.

(tke/sda)