Im Kampf um die Vorherrschaft beim Airline-Caterer Gategroup machen die zwei Hedgefonds RBR Capital und Cologny einen neuen Vorschlag. Sie verzichten auf die Mehrheit im Verwaltungsrat, bestehen jedoch auf einer umfassenden Erneuerung dieses Gremiums.

Gategroup habe erste Schritte in die richtige Richtung unternommen, aber weitere müssten getan werden, schreiben die zwei Hedgefonds in einer Mitteilung am Freitag. Konkret schlagen RBR Capital und Cologny vor, dass vom aktuellen Verwaltungsrat lediglich zwei Mitglieder im siebenköpfigen Gremium verbleiben sollen.

Drei statt vier Vertreter

Fünf Sitze sollen neu besetzt werden und zwar zwei gemäss den Vorschlägen von Gategroup, drei auf Vorschlag der Hedgefonds. Ursprünglich forderten die Grossaktionäre vier Vertreter im Verwaltungsrat. Die Gategroup-Führung lehnte dies jedoch ab und präsentierte selbst drei neue Kandidaten.

RBR Capital und Cologny zeigen sich jetzt in der Mitteilung überzeugt, dass der neue Vorschlag die besten Aspekte beider Seiten kombiniere. Die Generalversammlung, an die sich die Vorschläge richten, findet am 16. April statt.

Höhere Rendite gefordert

Die beiden Hedgefonds, die insgesamt 11,7 Prozent an Gategroup halten, streben beim Caterer eine Restrukturierung an, weil das Unternehmen ihrer Ansicht nach schlecht geführt und darum wenig ertragsreich ist. Anfang März haben sie darum einen ersten Erneuerungsvorschlag für den Verwaltungsrat präsentiert.

Gategroup selbst hat in Folge des zunehmenden Drucks bereits einen Wechsel an der Unternehmensspitze eingeleitet. Xavier Rossinyol soll Ende März Konzernchef Andrew Gibson ablösen. Mit Christoph Schmitz hat Gategroup seit Anfang Jahr einen neuen Finanzchef.

Gategroup kämpfte einige Zeit mit Problemen im rückläufigen und darum besonders wettbewerbsintensiven Europageschäft. 2012 hat das Unternehmen darum eine umfassende Restrukturierung eingeleitet.

(sda/ise/ama)