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Grossbank Lloyds setzt zum Kahlschlag an

Geldautomaten von Lloyds in London: Die Bank muss sparen.   Keystone

Die britische Grossbank baut erneut Tausende Stellen ab. Zudem plant Lloyds die Schliessung von 150 Filialen, weil die Kunden mit ihren Geldgeschäften immer mehr ins Internet abwandern.

Veröffentlicht am 28.10.2014

Die britische Grossbank Lloyds setzt erneut zum Kahlschlag an und streicht 9000 Stellen. Das Institut bestätigte damit am Dienstag Reuters-Informationen, wonach in den nächsten drei Jahren jeder zehnte Arbeitsplatz wegfällt, um die Kosten zu senken. Lloyds hatte in den vergangenen Jahren bereits 30.000 Jobs abgebaut.

Das Institut war während der Finanzkrise mit rund 20 Milliarden Pfund vom britischen Staat vor dem Kollaps gerettet worden. Im Gegenzug erhielt das Land 41 Prozent der Anteile. Derzeit ist der Staat noch mit 25 Prozent beteiligt.

Zusätzliche Rückstellungen

Lloyds gab zudem bekannt, 150 Filialen schliessen zu wollen, weil Kunden verstärkt Online-Angebote nutzten. Das entspricht in etwa sechs Prozent des Filialnetzes.

Zusätzliche 900 Millionen Pfund (1,14 Milliarden Euro) legte das Institut zur Entschädigung von Kunden zurück, denen Versicherungspolicen aufgedrängt wurden, die sie gar nicht brauchten. Insgesamt hat Lloyds damit für diesen Skandal schon mehr als elf Milliarden Pfund aufbringen müssen.

Markanter Gewinnanstieg

Für das dritte Quartal wies die grösste Privatkundenbank der Insel einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von 2,2 Milliarden Pfund aus. Das entspricht einem Zuwachs von 41 Prozent zum Vorjahreszeitraum, weil weniger Kredite platzten.

(reuters/dbe/ama)

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