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Grossbritannien will RBS rasch loswerden

RBS: Britische Regierung hat genug von der Beteiligung am Kriseninstitut. Keystone

Die britische Regierung will ihre Mehrheit an der Royal Bank of Scotland möglichst rasch verkaufen. Das Institut will wegen dem Rückzug aus dem Investmentbanking tausende Stellen streichen.

Veröffentlicht am 06.03.2015

Die britische Regierung will ihre Anteile an der Royal Bank of Scotland (RBS) möglichst rasch nach der Parlamentswahl verkaufen. Finanzminister George Osborne sagte in einem Interview, er wolle die Staatsanteile «so schnell wie möglich wieder loswerden».

«Wenn ich sage 'loswerden', dann meine ich, sie in gute Hände in der Privatwirtschaft zu geben», sagte Osborne im Interview mit der «Financial Times» vom Freitag. Am 7. Mai wird in Grossbritannien ein neues Unterhaus gewählt.

Zu 80 Prozent in Staatsbesitz

Die RBS war in der Finanzkrise 2008 ins Schlingern geraten und wird seitdem vom britischen Staat gestützt, der sie zu fast 80 Prozent besitzt. Osborne räumte im Interview ein, es sei ein Fehler gewesen, die Bank 2010 nicht radikal zu restrukturieren.

Die Bank hat angekündigt, sich in 25 Ländern Europas, Asiens und des Nahen Ostens aus dem internationalen Investmentbanking zurückzuziehen. Westeuropäische Länder sind der Bank zufolge von den Plänen nicht betroffen. Insgesamt streicht das Institut im Investmentbereich Medienberichten zufolge bis zu 14'000 Stellen.

(sda/gku)

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