Beim Versicherungskonzern Zurich geht der Stellenabbau weiter. Das Unternehmen will in Grossbritannien 240 Jobs streichen, teilte Zurich mit. Der Abbau betreffe vor allem den Innendienst.

Mit der Massnahme will sich Europas fünftgrösster Versicherer in einem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten. Hintergrund der Kürzungen ist die Zusammenlegung des britischen Lebens- und Sachversicherungsgeschäfts von Zurich im vergangenen Jahr.

Der Versicherungskonzern hat in der Vergangenheit mehrmals den Rotstift angesetzt, um Kosten zu sparen. Vor knapp einem Jahr hatte Zurich mitgeteilt, bis 2018 rund eine Milliarde Dollar an Kosten zu reduzieren. Der Sparübung sollten zirka 8000 der weltweit rund 55'000 Stellen zu Opfer fallen.

Folge von Gewinneinbrüchen

Anlass der Massnahme war ein deutlicher Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2015. Der operative Gewinn war um fast 40 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar geschrumpft. Der Konzerngewinn sackte sogar um rund 50 Prozent auf zirka 1,8 Milliarden Dollar ab. In den ersten beiden Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres 2016 musste der Konzern weitere Einbussen hinnehmen.

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Mitte November 2016 kündigte die Zurich-Gruppe dann an, ihre Nettoeinsparungen bis 2019 auf 1,5 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dieses höhere Sparziel soll nach den Angaben des Versicherers vorrangig durch eine umfassende Überprüfung von IT-Systemen, Verträgen mit Lieferanten, neuen Dienstleistungszentren sowie adjustierten Beschaffungsprozessen erreicht werden. Von weiteren Stellenstreichungen sprach die die Zurich-Gruppe damals nicht.

(sda/tno/jfr)