Die Mobilfunkanbieter haben bei den Angeboten für Firmenkunden mächtig aufgerüstet. Obwohl kostenlose Gespräche zwischen allen Handys einer Firma schon seit Jahren möglich wären, wissen das viele Firmenkunden noch gar nicht und profitieren daher nicht vom kostenlosen Angebot.

Zum Nulltarif gibt es nicht nur Anrufe von einem Firmen-Handy auf das andere und aufs Firmen-Festnetz; seit Januar 2007 kann bei Swisscom, seit Herbst 2007 auch bei Orange und Sunrise kostenlos vom Firmen-Festnetz auf die Unternehmens-Handys telefoniert werden. Swisscom und Orange verrechnen für Anrufe aus dem Firmen-Festnetz auf die Firmen-Handys einen Pauschalpreis von 6 bis 12 Fr. pro Mobilfunknutzer und Monat. Sunrise verrechnet für Anrufe aufs Firmen-Handy keine monatliche Grundgebühr. Voraussetzung ist jeweils, dass sowohl Festnetz- als auch Mobilfunkdienstleistungen beim gleichen Anbieter bezogen werden. Die Tabelle zeigt einen Preisvergleich: Der «Profilkunde» telefoniert mit seinem Handy, surft gelegentlich im Internet, ruft Mails ab und schreibt ab und zu ein SMS. Fazit: Unabhängig von der Gesprächsdauer ist jeweils ein Abo von Sunrise mit Abstand am günstigsten. Das günstigste Abo von Swisscom ist im Schnitt fast doppelt so teuer, jenes von Orange gar um 117% teurer.

Hauptgrund für das schlechte Abschneiden von Orange im Preisvergleich sind die hohen Tarife, die Orange für die Datenübertragung verrechnet. Unter Umständen fahren Orange-Geschäftskunden bei der Datenübertragung dann besser, wenn sie ihre Mails zuerst auf den Orange-Server umleiten lassen und von dort mit dem Handy abrufen.

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Die optimale Wahl des Anbieters

Neuere Preispläne sind meist attraktiver als ältere. Deshalb regelmässig beim Anbieter nach neuen Produkten und Tarifen fragen. Ein Tarifwechsel innerhalb desselben Anbieters ist meistens problemlos möglich.

Konkurrenzofferten einzuholen lohnt sich immer, selbst wenn der Anbieter nicht gewechselt werden soll. Das stärkt die eigene Verhandlungsposition. Ausserdem nach zusätzlichen Rabatten fragen.

Mobilkommunikation und Datenübertragung im Ausland sind unverschämt teuer, in Einzelfällen kann das einmalige Abrufen von Mails über 100 Fr. kosten. Massiv günstiger ist die Datenübertragung über lokale WLAN-Hotspots; diese sind an zahlreichen öffentlichen Orten zu finden.

Auf die Vertragsbedingungen achten: Die Verträge haben üblicherweise eine Laufzeit von einem oder zwei Jahren und verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr.

Achtung wegen der individuellen Laufzeiten der Abos der einzelnen Mitarbeiter. Dies erschwert den Firmenkunden den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter.