Der Deutsche Technologieriese Siemens, der auch in der Schweiz tätig ist, hat im vierten Quartal einen Gewinneinbruch verbucht. Für die böse Überraschung waren längst abgehakt geglaubte Geschäfte verantwortlich.

So musste Siemens auf das Gemeinschaftsunternehmen Primetals, das der Konzern mit Mitsubishi betreibt, 138 Millionen Euro abschreiben.

Starke Auftragslage

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft schrumpfte binnen Jahresfrist um ein Drittel auf eine Milliarde Euro, wie der Münchner Technologiekonzern am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit deutlich mehr gerechnet.

Andererseits legten Umsatz und Auftragseingang stärker zu als erwartet. Die Einnahmen kletterten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro, das Volumen der Neubestellungen gar um 15 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

Grosses Umsatzwachstum

Insgesamt kommt Siemens im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr auf einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro. Das sind 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern kletterte mit 7,4 Milliarden Euro gar um 39 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern währungsbereinigt ein leichtes Umsatzplus. Die Marge des industriellen Geschäfts solle etwa wie im Vorjahr bei zehn bis elf Prozent liegen. Siemens kündigte zudem einen neuen Aktienrückkauf an, für den das Unternehmen in den kommenden drei Jahren bis zu drei Milliarden Euro ausgeben will.

(sda/ise/ama)