Am Montagabend reichten laut Nachrichtenagentur Dow Jones mehrere Grossinvestoren eine gemeinsame Klage gegen 12 Banken am US-Bezirksgericht im Southern District of New York ein. Es handelt sich dabei um eine umfassende Ergänzung der Klage, die die Firmen im November 2013 bereits einreichten. Der Vorwurf der Kläger: Die beschuldigten Banken hätten eine Verschwörung zur Manipulation der Devisenkurse gebildet.

Laut Bericht gehören Investoren aus den Vereinigten Staaten und der Karibik, darunter die Aureus Currency Fund und Tiberius OC Fund zu Klägern. Die beschuldigten Finanzinstitute sind: Bank of America, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, J.P. Morgan Chase & Co, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland Group und UBS.

Illegal zusammengearbeit?

Auch die Aufsichtsbehörden in Hongkong ermitteln gegen eine Reihe von Banken: «Die Prüfungen laufen», sagte eine Sprecherin der Behörden, die mit anderen Ländern zusammenarbeitet.

Erst am Montag hatten die Finanzmarktaufsicht (Finma) in der Schweiz formelle Ermittlungen gegen mehreren Banken eingeleitet, auch in anderen Ländern wird ermittelt. Die Behörden untersuchen, ob Händler von unterschiedlichen Banken illegal zusammengearbeitet haben, um Währungskurse zu beeinflussen, und ob sie ihre Kunden über ihr Vorgehen informiert haben.

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Investmentbankerin vorsichtshalber beurlaubt

Die Deutsche Bank handelte erneut: Eine Londoner Investmentbankerin sei vorsichtshalber beurlaubt worden, sagte am Montagabend eine mit den Vorgängen vertraute Person der Nachrichtenagentur Bloomberg und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Es könne sich aber noch herausstellen, dass sie unschuldig sei. Weltweit wurden bisher mindestens 30 Händler vom Dienst suspendiert oder gekündigt.

Am Devisenmarkt werden weltweit täglich etwa 5,3 Billionen Dollar umgesetzt. Sollten sich die Manipulationen bestätigen, drohen den Banken hohe Strafen. Der Skandal könnte sogar noch kostspieliger für die Banken werden als die Manipulation der Referenzzinssätze.

(reuters/vst/moh/chb)