Der Handelsriese Metro hat zusammen mit einer Reihe weiterer Konzerne eine Schadenersatz-Klage gegen den Kreditkarten-Konzern Mastercard in Grossbritannien eingereicht. Vor dem High Court in London laufe bereits seit 2012 ein Verfahren, sagte ein Sprecher der Metro-Gruppe. Das «Manager Magazin» hatte darüber berichtet. In dem Prozess gehe es darum, dass der Kreditkarten-Anbieter hohe Interbanken-Gebühren auf die Händler abgewälzt haben soll. Die EU-Kommission habe dies als Verstoss gewertet, derzeit stehe aber noch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes aus, hiess es von Metro.

Auch Deutsche Bank klagt

Laut «Manager Magazin» ist auch die Deutsche Bahn an der Klage beteiligt. Ein Bahn-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich, dass es ein solches Verfahren gebe, nannte aber keine Details. Dem Magazin zufolge geht es um eine Forderung in bis zu dreistelliger Millionenhöhe. Die Firmen argumentierten demnach, dass Mastercard zwischen 1992 und 2007 offenbar zu hohe Gebühren von ihnen verlangte, wenn ihre Kunden mit Kredit- oder Debitkarten zahlten.

Das Gericht in London bestätigte die Existenz zahlreicher Verfahren gegen Mastercard und nannte als Kläger britische Einzelhandelsketten wie Next , Debenhams oder HMV. Eine Verhandlung sei für Januar 2015 angesetzt, ein Urteil könne danach noch einige Monate auf sich warten lassen, erklärte ein Sprecher.

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(awp/dbe)