Grosskunden der Bank of Cyprus müssen sich nach den Worten des Vorsitzenden des Finanzausschusses des zyprischen Parlaments auf herbe Verluste einstellen. Einlagen bei der Bank ab 100'000 Euro würden mit 30 Prozent belastet, sagte Nicholas Papadopoulos.

«Ich habe keine formale Ankündigung zum Haircut gehört, aber das ist die Zahl, die ich gehört habe», sagte er im irischen Radio. In der Nacht hatten sich die Parteien auf die Bedingungen eines EU-Rettungspakets verständigt.

Die Anleger sollen für den 30-prozentigen Abschlag auf ihre Einlagen mit einer Beteiligung an der Bank entschädigt werden, sagte Papadopoulos. Anleger der zweitgrössten Bank des Landes, der Laiki-Bank, müssen sich auf noch grössere Verluste einstellen. Die genaue Zahl ist unbekannt. Die Gesamtsumme wird mit 4,2 Milliarden Euro erwartet.

Bei beiden Banken werden Einlagen bis 100'000 Euro geschützt. Ursprünglich war für diese Einlagen ein Abschlag von 6,75 Prozent geplant.

(tno/sda)

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