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Commerzbank
Grossoffensive in der Schweiz

Eingang der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt: Grosse Pläne in der Schweiz. (Bild: Keystone)

Verdoppelte Mitarbeiterzahl, sechs neue Filialen im ganzen Land. Die deutsche Grossbank baut in der Schweiz massiv aus. Im Visier hat sie kleine und mittelgrosse helvetische Firmen.

Von Stefan Eiselin
am 19.11.2013

Markus Beumer strotzt vor Zuversicht: «Unsere Wachstumsraten in der Schweiz in den vergangenen Jahren stimmen uns zuversichtlich, dass unser Engagement hier auch in der Zukunft eine Erfolgsstory bleibt», so das für Geschäftsleitungsmitglied der Commerzbank, das verantwortlich ist für das Geschäft mit Firmenkunden ist. Deshalb bläst er nun mit der zweitgrössten deutschen Bank zum Angriff.

Die Commerzbank wird dazu gleich sechs neue Filialen für das Firmenkundengeschäft eröffnen. Das deutsche Geldinstitut wird dann in Basel, Bern, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich Kunden empfangen können. Dazu braucht es auch mehr Personal. Die Commerzbank will die Mitarbeiterzahl in der Schweiz von 100 mittelfristig auf 200 verdoppeln.

KMU im Visier

Zielgruppe für die Commerzbank sind in der Schweiz vor allem kleinere und mittlere Unternehmen ab einem Jahresumsatz von 15 Millionen Franken
sowie Grosskunden und multinationale Konzerne. Daneben will sie auch deutsche Unternehmen ansprechen, die hierzulande aktiv sind. «Schon jetzt sind wir sehr erfolgreich im Geschäft mit grossen Schweizer Firmenkunden», so Schweiz-Chef Marc Steinkat. Nun wolle man auch kleinere Firmen erreichen.

Der Ausbau ist ein offensichtlicher Angriff auf UBS, Credit Suisse, Raiffeisen und die Kantonalbanken, die das Firmenkundengeschäft seit jeher als Standbein führen.

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