Vor einem Jahr sind die Temperaturen Mitte März schon auf bis zu 20 Grad gestiegen. Jetzt herrscht Frost – auch in den Kassen des Handels. Bei Gartencenter Hauenstein in Rafz geht man von einem Minus von bis zu 5 Prozent aus. Da man Frühlingsblumen wie Primeln nicht selbst produziere, habe man einfach weniger eingekauft, heisst es auf Anfrage.

Auch bei Jumbo drückt der hartnäckige Winter auf den Umsatz mit den Frühlingsartikeln: «Wenn der Saisonstart stark verspätet beginnt, kann es vorkommen, dass erste Sorten von Frühlingspflanzen ihren zeitlichen Einsatz bereits verpasst haben und die nächsten Sorten am Start stehen.» Endstation Komposthaufen und ein Abschreiber in den Büchern, dürfte das übersetzt heissen.

Wie gross der Umsatzeinbruch ist, will Jumbo allerdings nicht bekannt geben.

Bei Coop spricht man von «schleppendem Umsatz» mit den Frühlingsboten – genaue Quoten bleiben Geschäftsgeheimnis.

April und Mai entscheidend

Bei Hauenstein in Rafz soll über das kommende Wochenende der Gartenfrühling eingeläutet werden, gut abgestimmt eine Woche vor Ostern. Doch macht das Wetter mit?

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Noch sind die Verantwortlichen ruhig. Doch wenn es weiter kalt und winterlich bleibt, dann wird es kritisch für die Branche. Die Monate April und Mai entscheiden dann definitiv über die Vorzeichen der Jahresrechnung 2013.