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Grounding: Cirrus Airlines pleite, auch Zürich betroffen

Fluglinie Cirrus Airlines ist pleite
Flügel gestutzt: Cirrus Airlines muss am Boden bleiben. (Bild: Archiv)

Nichts geht mehr: Die deutsche Fluggesellschaft Cirrus Airlines sowie Cirrus Service haben beim Amtsgericht Saarbrücken Insolvenz beantragt. Die Pleite hat Konsequenzen für den Flugverkehr.

Die Geschäftsleitung der Cirrus Airlines Luftfahrtgesellschaft mbH sowie der Cirrus Service GmbH haben am heute Montag beim Insolvenzgericht des Amtsgericht Saarbrücken/Sulzbach Insolvenzantrag gestellt. Der Flugverkehr bleibt ausgesetzt.

Das Gericht wird morgen einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen.

Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt (LBA) hat bestätigt, dass die Regionalfluggesellschaft Cirrus Airlines den Flugbetrieb ausgesetzt hat. Die Aufsichtsbehörde habe am Freitag Kenntnis von der Betriebseinstellung erlangt.

Man habe umgehend Kontakt zu dem Unternehmen mit Sitz in Saarbrücken aufgenommen, sagte LBA-Sprecherin Cornelia Cramer am Samstag. «Wir haben alle notwendigen Schritte eingeleitet», sagte sie. Weitere Details wollte sie jedoch zunächst nicht nennen.

Das Braunschweiger LBA ist unter anderem für die Erteilung oder den Widerruf einer Betriebserlaubnis für deutsche Luftfahrtunternehmen zuständig. Die Cirrus Airlines war auch am Samstag nicht zu erreichen.

Alle Flüge gestrichen

Cirrus hatte am Freitagnachmittag sämtliche Flüge ohne Vorankündigung gestrichen. Betroffen davon waren neben Passagieren auf deutschen und österreichischen Flughäfen auch solche auf dem Flughafen Zürich. Cirrus Airlines hatte tägliche Flüge von Zürich nach Salzburg und Dresden im Angebot. Vom Flughafen Flughafen Bern-Belp flog die Airline zudem München an.

Die Maschinen wurden nach Angaben mehrerer Flughäfen zum Sitz der Fluggesellschaft nach Saarbrücken geflogen.

Angeblich Investorensuche

Bei Lufthansa, die einige Verbindungen im Codeshare mit Cirrus betreibt, gab man sich zunächst bedeckt. Ein Sprecher wollte die Einstellung der Cirrus-Flüge am späten Freitagabend nicht bestätigen, während das Buchungscenter auf telefonische Nachfrage mitteilte, dass sämtliche Plätze in den betroffenen Flügen für die nächsten Tage blockiert seien. Das sei ein «klassischer Hinweis auf Annullierungen», sagte ein Mitarbeiter.

In Branchenkreisen kursieren schon länger Gerüchte, wonach die Cirrus seit geraumer Zeit nach Investoren suche. Mit der Berner Fluggesellschaft Skywork würden beispielsweise Gespräche zur gemeinsamen Wartung der Maschinen vom Typ Dornier 328 geführt, sagte ein Cirrus-Sprecher noch am Mittwoch.

Ein Sprecher von Skywork erklärte am Freitag, an einer Übernahme der Cirrus Airlinies sei man nicht interessiert.

Zur Flotte der Cirrus Airlines gehören den Angaben zufolge acht Dornier 328 mit rund 30 Sitzplätzen und ein brasilianischer Embraer-Jet 170 mit 76 Sitzen. Der Jet wurde zuletzt nur noch im Charterverkehr eingesetzt, war zuvor mit einer Schwestermaschine vom selben Typ jedoch regelmässig für die Lufthansa im Einsatz.

In einer Mitteilung an die Medien verlautete Cirrus, man sei erst morgen Dienstag für Auskünfte erreichbar.

(chb/awp/sda)

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