Die Krisen-Airline Alitalia hat sich Insidern zufolge mit Banken des Landes auf eine weitere Finanzierung geeinigt. Damit könne sie den Flugbetrieb aufrecht halten, sagten mit der Sache vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Details blieben zunächst offen. Zu den italienischen Grossaktionären, die 51 Prozent an der defizitären Fluggesellschaft halten, gehören die heimischen Banken Unicredit und Intesa San Paolo.

Grosses Minus

Alitalia macht pro Tag etwa 500'000 Euro Verlust und ist weit entfernt vom einstigen Vorhaben, 2017 wieder Gewinne einzufliegen. Die arabische Airline Etihad, die 49 Prozent an Alitalia hält und dort 560 Millionen Euro investiert hat, forderte deshalb jüngst Kostensenkungen.

Etihad ist auch an Air Berlin beteiligt, was ihr ebenfalls Verluste eingebrockt hat. Insidern zufolge will Etihad nun seine Europa-Strategie auf den Prüfstand stellen. Am Sitz in Abu Dhabi werde diskutiert, Air Berlin und Alitalia bei der Lufthansa einzubringen und sich im Gegenzug über eine Kapitalerhöhung beim deutschen Konzern einzukaufen, wie das Magazin «Der Spiegel» in einer Vorabmeldung schreibt.

(reuters/ise/jfr)

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