Die Unternehmensführung der Groupe Mutuel ist ins Visier der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) geraten. Die Ermittlungen wurden bereits im März eröffnet. Dabei geht es um Prämien, welche höher oder tiefer waren als von der Aufsichtsbehörde genehmigt.

«Die Finma hat mögliche Schwächen in der Unternehmensführung der Gruppe festgestellt», teilte Finma-Sprecher Tobias Lux mit. Er bestätigte damit eine auf der Website des «Nouvelliste» veröffentlichte Information.

Verfahren läuft derzeit

Ein sogenanntes Finanzmarkt-Enforcement, welches darauf abzielt, eine tatsächliche Regelverletzung festzustellen, läuft derzeit gegen das Versicherungsunternehmen mit Sitz in Martigny (VS). Dies ist auch der Grund, weshalb die Finma nicht mehr Informationen liefert.

«Die Frage der zu viel bezahlten Prämien ist quasi geregelt. Es bleibt noch herauszufinden, wie es dazu kam», sagte Yves Seydoux, Sprecher der Groupe Mutuel. Bezüglich der am Montag bekanntgegebenen Gesamterneuerung der strategischen Führung bei der Groupe Mutuel sagte Seydoux: «Es besteht kein Zusammenhang zur Ermittlung».

(sda/ise)