Der Interimschef des Online-Schnäppchenportals Groupon, Eric Lefkofsky, soll die Führung des Unternehmens längerfristig übernehmen. Das teilte Groupon am Mittwoch bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mit. Lefkofsky konnte im ersten vollen Quartal unter seiner Führung besser als erwartete Umsatzzahlen präsentieren.

Die Aktie gewann im nachbörslichen Handel 19 Prozent. Die Tatsache, dass Lefkofsky an der Spitze bleibe, habe zum grossen Teil dazu beigetragen, sagte ein Analyst. Groupon beschloss zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 300 Millionen Dollar.

Lefkofsky, der Mitgründer des Unternehmens, übernahm die Führung im Februar, nachdem Firmenchef und Groupon-Gründer Andrew Mason gefeuert worden war. Das einst an der Börse gefeierte Internet-Unternehmen hatte damals drei Viertel seines Marktwertes eingebüsst. Lefkofskys Strategie rückte die Nutzer von Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets in den Mittelpunkt. Sie brachten zuletzt 50 Prozent des Umsatzes. Im Vorjahr waren es 30 Prozent.

Höhere Kosten

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz von Groupon um 7 Prozent auf 609 Millionen Dollar. Die Analystenerwartungen lagen bei rund 606 Million Dollar. Das Wachstum kam aus Nordamerika, dem Stammmarkt des Unternehmens. In den USA und Kanada wuchsen die Umsätze um 45 Prozent und kompensierten damit den 24-prozentigen Rückgang in Europa, Nahost und Afrika sowie das Umsatzminus von 26 Prozent in den anderen Teilen der Welt.

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Allerdings legten auch die Kosten kräftig zu, so dass am Ende ein Verlust von unterm Strich annähernd 8 Millionen Dollar herauskam. Vor einem Jahr hatte Groupon noch gut 28 Millionen Dollar verdient. Jedoch war gleichzeitig das Wachstum ins Stocken geraten, was die Anleger in Scharen flüchten liess.

(tno/aho/reuters/awp)