Das Online-Schnäppchenportal Groupon hat dank der guten Geschäftsentwicklung in Nordamerika ein besseres Ergebnis im dritten Quartal erwirtschaftet als von Analysten erwartet worden war. Das Wachstum im nordamerikanischen Heimatmarkt konnte auch den Rückgang in anderen Regionen der Welt kompensieren, wie Groupon am mitteilte. In Nordamerika stieg der Umsatz um 24 Prozent, während er in Europa, Nahost und Afrika um 21 Prozent zurückging.

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Profite mit mobilen Geräten steigen

Mehr als 50 Prozent der Transaktionen in Nordamerika und 40 Prozent weltweit würden über mobile Geräte wie Smartphones und Tablet abgewickelt. Neun Millionen Nutzer hätten die Groupon-App im dritten Vierteljahr heruntergeladen; die Zahl der aktiven Nutzer sei im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 43,4 Millionen gestiegen, erklärte Groupon.

Für das laufende vierte Quartal rechnet Groupon mit einem Umsatz zwischen 690 und 740 Millionen Dollar. Analysten gingen bislang von etwa 723,7 Millionen Dollar aus.

Im dritten Quartal schrumpfte der Verlust auf 2,6 Millionen Dollar von zuvor 3,0 Million. Ohne Sonderposten verdiente das Unternehmen zwei Cent je Aktie. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 595,1 Millionen Dollar. Die Analystenerwartungen lagen bei 615,69 Millionen.

Immer noch in den Miesen

Zwar konnte das Unternehmen unter seinem neuen Chef Eric Lefkofsky wieder wachsen, gleichzeitig fiel zum wiederholten Male ein Verlust an.

Unter dem Strich verlor Groupon im dritten Quartal annähernd 3 Millionen Dollar, gleichviel wie im Vorjahreszeitraum, gab das Unternehmen bekannt.

Auch für das Schlussquartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft machte Groupon nicht viel Hoffnung auf einen Gewinn. Die Aktie fiel nachbörslich um 9 Prozent. Das Unternehmen leidet unter hohen Kosten. Immerhin legte der Umsatz zuletzt um 5 Prozent auf 595 Millionen Dollar zu.

«Wir sind zufrieden mit unseren Fortschritten, aber es gibt noch Arbeit zu tun», erklärte Firmenchef Eric Lefkofsky am Sitz in Chicago. Der Mitgründer hatte das Ruder übernommen, nachdem sein Kompagnon Andrew Mason im Februar wegen Erfolglosigkeit gefeuert worden war.

(reuters/sda/chb/jev)