Gute Ideen bringen Unternehmen und Organisationen zum Erfolg. Wie es das aktuelle Projekt «Open Planet Ideas» von WWF und Sony zeigt, werden mit dieser Online-Plattform Ideen für die Lösung von Umweltproblemen gesucht. Denn der Wettbewerb wird härter, Produkte leben kürzer und der Innovationsdruck steigt. Deshalb muss der eigene Innovationsprozess stetig weiterentwickelt und die Innovationsfähigkeit laufend gesteigert werden. Ob Grosskonzern, KMU oder NGO (Non-Governmental Oranization): Wer diese Herausforderung gemeinsam mit dem Einbezug seiner Umwelt meistert, wird nachhaltig erfolgreich sein.

Das Wissen anders anzapfen

Das Wertschöpfungspotenzial von externen Ideengebern - den Kunden und Konsumenten - geht jedoch weit über die Erhebung von deren Bedürfnissen hinaus. Immer mehr Menschen kommunizieren global übers Internet und tauschen Informationen und Wissen in Social Web Communities aus.

Dank der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien sind externe Ideengeber fähig und entschlossen, aktiv am Innovationsprozess der Unternehmen teilzunehmen und ihre guten Ideen einzubringen.

Die Bildungsexpansion verteilt das Wissen auf eine immer grössere Anzahl Menschen. Deshalb muss der Leiter einer internen Forschungs- oder Marketingabteilung in einer zunehmend komplexer werdenden Umgebung davon ausgehen, dass die beste Lösung nicht allein durch sein Team entwickelt wird. Durch die Einbindung zusätzlicher Ideenquellen - im besten Fall Bedürfnisträger aus der eigenen Zielgruppe - kann er die Innovationsfähigkeit seines Teams gezielt steigern.

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«Not all the smart people in the world work for us.» Das Zitat des ehemaligen CEO von Sun Microsystems, Bill Joy, verdeutlicht, dass die Integration unternehmensexterner Know-how-Träger dabei helfen kann, die Effizienz im Innovationsprozess zu steigern und marktgerechte Lösungen zu entwickeln.

Brainstorming-Plattform im Web

Der Open-Innovation-Ansatz rät Unternehmen, ihre Innovationsprozesse zu öffnen. Unter Einbindung von externen Ideenquellen können Floprisiken reduziert, Entwicklungszeiten verkürzt und die Kosten gesenkt werden. Bereits haben sich grosse Unternehmen das Potenzial von Open Innovation zunutze gemacht.

Die virtuelle Brainstormingplattform Atizo bietet Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, von den Vorteilen eines offenen Innovationsprozesses zu profitieren. Die stetig wachsende Atizo-Community besteht aus über 8000 kreativen Denkern und zeichnet sich durch unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und berufliche Hintergründe aus. Zu spannenden Fragestellungen von aktiven Unternehmen geben sie Ideen ein. Kunden und Konsumenten reden auf atizo.com mit bei der Entwicklung von neuen Produkten.

Das eigene Ideenprojekt kann entweder mit der Atizo Community und/oder der eigenen Community mit Kunden, Mitarbeitenden und Lieferanten durchgeführt werden. Neu ab Ende Oktober lanciert Atizo das kostenlose Online-Brainstorming Atizo Starter. Dieses eignet sich besonders für Vereine, Bildungsinstitute und Arbeitsteams.

Kiosk der Zukunft

Mit Innovation zum Erfolg - an diesem Leitsatz orientiert sich auch Valora. Sie geht neue Wege im Innovationsmanagement und entwickelt mit Atizo kreative Ansätze für den Kiosk der Zukunft. Im Rahmen eines Public-Online-Brainstorming fragte Valora Anfang Jahr ihre Konsumenten nach Ideen und Services, die sie sich rund um den Kiosk vorstellen können.

Aus den 626 unterschiedlichen Ideen wurden fünf ausgewählt. Als Informationshotspots sollen die Läden zu Service- und Unterhaltungszentren werden, mit Bildschirmen für virtuelle oder digitale Nachrichten - ganz in der Welt von Social Media. Eine Idee war, dass Kunden das Angebot steuern: Eine Online-Community kann gemeinsam bestimmen, welche Produkte ihr örtlicher Kiosk verkauft.

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Aus diesen Beispielen lässt sich schliessen, dass die verteilte Ideenfindung Unternehmen bei Fragestellungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen unterstützen kann.

Das Anwendungsgebiet reicht von technischen Problemstellungen über die Generierung von neuen Produkt- und Dienstleistungsideen bis hin zur Gestaltung von innovativen Marketingkampagnen. Warum aber entstehen die meisten Innovationen noch immer im stillen Kämmerlein? Diese Frage muss sich jedes Unternehmen oder jede Organisation selber stellen.