Im Schneegestöber ist am Montag der Grundstein für ein neues Fussballstadion in Lausanne gelegt worden. Der Anpfiff in der neuen Arena mit 12'000 Sitzplätzen erfolgt im Sommer 2019. Das Leichtathletik-Festival «Athletissma» wird künftig in einem anderen Stadion am Genfersee ausgetragen.

Das Stadion mit dem Namen «La Tuilière» wird die altehrwürdige Pontaise ersetzen, die fast 16'000 Zuschauer fassende Heimstätte des Fussballklubs Lausanne-Sport. Das Stadion wurde 1954 gebaut. Fünf Spiele der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 fanden hier statt.

Im Gegensatz zur Pontaise wird das neue Fussballstadion nach englischem Vorbild erbaut und verfügt über keine Tartanbahn mehr. Die Stadt Lausanne sprach für das Stadion einen Baukredit von 76,6 Millionen Franken. Der Kanton Waadt könnte bis zu 30 Prozent davon übernehmen. Der Kantonsanteil ist allerdings noch Gegenstand von Verhandlungen.

Chemiefirma als Klubbesitzer

Das Stadion hat spezielle Logen für VIP und Sponsoren, die auch in Seminarräume umgewandelt werden können. Es wird auch ein Solarkraftwerk mit einer Fläche von 4380 Quadratmetern installiert, das pro Jahr 760'000 Kilowattstunden Strom produzieren soll. Dank einer Rasenheizung sind auch im Winter Spiele auf europäischem Niveau möglich.

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Der Fussballklub Lausanne-Sport gehört seit kurzem dem schweizerisch-britischen Konzern Ineos. Hinter der Chemiefirma steckt der britische Milliardär Jim Ratcliffe, der seinen Steuersitz zeitweise am Genfersee hatte.

Ineos verfügt über 17'000 Angestellte und ist in 16 Ländern vertreten. 2016 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz in der Höhe von 40 Milliarden Dollar. In Grossbritannien stieg Ineos unlängst zu einem der zehn grössten Erdöl- und Erdgasproduzenten in der Nordsee auf.

(sda/ise/mbü)