«Umweltfreundlich, zuverlässig, keine Staus und höheres Ladegewicht: Das sind die wichtigsten Vorteile im Kombinierten Güterverkehr», zählt Harald Knaapinen, CEO von Hangartner, auf. Die Firma mit Sitz in Zürich gilt als einer der führenden europäischen Logistiker im Unbegleiteten Kombinierten Verkehr. Dabei setzt Hangartner traditionell auf umweltfreundliche und massgeschneiderte Transportkonzepte.

«Unsere Kunden, insbesondere jene der Holz- und Papierindustrie, schätzen die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der inter- modalen Schienentransporte in Hangartner-Ganzzügen von Rostock nach Basel», ergänzt Harald Knaapinen. Von der 2500 km langen Strecke von Finnland in die Schweiz werden durchschnittlich nur 500 km auf Lastwagen zurückgelegt. Täglich werden von den Hangartner-Umschlagterminals in Hanko und Helsinki 13,6 m lange Kombitrailer nach Rostock verschifft, wo diese zum Weitertransport an die Hangartner-Terminals in Basel und Domodossola auf die Bahn umgeladen werden.

«Dem Kombinierten Verkehr (KV) gehört europaweit die Zukunft», ist Knaapinen überzeugt. Prognosen für 2015 gehen weiterhin von starken Mengenzuwächsen auf den Hauptachsen aus. Was für die Schweiz als Alpentransitland längst Alltag ist, sprich der ständige Albtraum vom Verkehrskollaps auf den Strassen, möchte Finnland unter allen Umständen vermeiden. Kilometerlange Lastwagen-Schlangen an der russischen Grenze sprechen aber schon heute eine deutliche Sprache, dass auch Finnland bereits zum Transitland geworden ist. Finnland, das Drehkreuz im hohen Norden, setzt deshalb alle Hebel in Gang, um die rasant zunehmenden Güterströme mit Russland und Fernost auf die Schiene zu verlagern.

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Gemeinsame Sache mit Russland

Finnland hat die gleiche Spurbreite wie die russische Bahn. Ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil, und es liegt im Interesse Russlands, das Netz der Transsibirischen Eisenbahn nicht nur zu nutzen, sondern auszubauen. Da das Strassennetz in weiten Teilen Russlands schlecht unterhalten und daher zeitraubend ist, sind attraktive Alternativen auch kaum vorhanden.