Das in Genf ansässige Rohstoff-Handelsunternehmen Gunvor hat im ersten Halbjahr 2014 einen gegenüber dem Vorjahr stabilen Umsatz von 45 Milliarden Dollar erzielt. Das Handelsvolumen zog dagegen um rund 16 Prozent auf 71 Millionen metrische Tonnen an, dies vor allem dank zusätzlich gehandelten Metallen, wie Gunvor am Freitag mitteilt.

Der operative Gewinn auf Stufe Ebitda legte um 12 Prozent auf 395 Millionen Dollar, wogegen der Reingewinn um 6,5 Prozent auf 153 Millionen Dollar zurückging. Dieser Rückgang um 10 Millionen Dollar sei vor allem auf Abschreibungen auf physischen Anlagen sowie auf höhere Finanzkosten im Zusammenhang mit dem Ausbau von Fabriken sowie mit der Ausgabe eines Bonds zurückzuführen.

Sanktionen der USA gegen Co-Gründer

Das erste Semester sei von «gewissen speziellen Herausforderungen» geprägt gewesen, wird in der Mitteilung CEO Torbjörn Törnqvist zitiert. Gunvor werde aber weiterhin diversifizieren und global expandieren um neue Handels- und Geschäftsmöglichkeiten auszumachen.

Diese Herausforderungen stünden im Zusammenhang mit den Sanktionen der USA gegenüber dem Co-Gründer der Gruppe, Gennady Tymchenko, sagte Gunvor-Sprecher Seth Thomas Pietras gegenüber AWP. In der Folge ging der Anteil von Tymchenko von gut 40 Prozent an Törnqvist über, welcher damit 87 Prozent des Kapitals von Gunvor hält. Einen Ausblick auf das Gesamtjahr mochte Pietras nicht geben, er bezeichnete indes das Handelsumfeld als weiterhin anspruchsvoll.

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(awp/lur/gku)