Gurit hat im vergangenen Jahr als Folge der Schwierigkeiten im Hauptgeschäft Wind an Ertragskraft eingebüsst. Der Ebit verminderte sich in der Berichtsperiode um 55 Prozent auf 13,9 Millionen Franken. Unter Ausklammerung aller Sonderfaktoren nahm der betriebliche Ebit um 2,7 Prozent auf 26,9 Millionen ab, die betriebliche Ebit-Marge erreichte damit 7,7 Prozent. Gestützt durch die Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten von 11,9 Millionen resultierte ein um fast 39 Prozent tieferer Gruppengewinn von 13,7 Millionen Franken, wie die Herstellerin von Hochleistungsverbundwerkstoffen in einer Mitteilung schreibt.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 15 Franken. Diese soll erneut aus den Reserven aus Kapitaleinlagen erfolgen.

Mit den ausgewiesene Zahlen hat Gurit die Markt-Erwartungen insbesondere auf der Gewinnebene übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt einen betrieblichen Ebit vor Sonderfaktoren von 26,5 Millionen, einen Gruppen-Ebit von 11,6 Millionen sowie einen Reingewinn von 7,3 Millionen prognostiziert.

Weniger Teilverkäufe

Bereits Ende Januar gab Gurit die Umsatzzahlen für 2012 bekannt. So stiegen die Verkäufe in der Berichtswährung Schweizer Franken im Gesamtjahr um 1,8 Prozent auf 351 Millionen Franken. Zu konstanten Wechselkursen resultierte indes ein Minus von 2,1 Prozent. Dabei haben die Verkäufe insbesondere im Teilbereich Windenergie im letzten Quartal als Folge der sehr spät erneuerten Subventionszusagen für Windenergie in den USA stark abgenommen.

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Für das laufende Jahr zeigt sich das Gurit-Management nach dem schwierigen vierten Quartal 2012 wieder optimistischer. So rechnet das Management damit, dass sich der Windenergie-Markt 2013 aufgrund der in USA erfolgten Erneuerung der Production Tax Credits schrittweise vom derzeitigen Niveau erholt.

Ausbau Materialgeschäft

Darüber hinaus sollte das Materialgeschäft 2013 von weiter wachsenden Lieferungen in andere bestehende und neue Anwendungsbereiche profitieren, so die Einschätzung. Neue Kunden und steigende Serienstückzahlen im Automotive-Geschäft sowie ein sich langsam wieder belebender Formenbau sollten den Umsatz zudem im System- und Engineering-Geschäft stärken.

Die Gruppe geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich der Umsatz vom tiefen Stand des vierten Quartals 2012 schrittweise erholen und im Geschäftsjahr 2013 etwa 300 Millionen Franken erreichen sollte. Die Betriebsgewinn-Marge sollte über 6 Prozent zu liegen kommen. Für 2012 wurde diese mit 3,6 Prozent ausgewiesen.

(tke/aho/awp)