Der Spezialkunststoff-Hersteller Gurit (Aktienkurs Gurit) weist für das erste Halbjahr 2011 trotz Frankenstärke einen höheren Umsatz aus. Allerdings haben die Wechselkursturbulenzen im Vergleich zum Vorjahr zu einer Schmälerung des Gewinns geführt.

Ingesamt belief sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf 163,1 Millionen Franken. Dies entspricht einem Plus von 4,3 Prozent, wie Gurit am Freitag mitteilte. Selbst ohne den Umsatzzuwachs dank Akquisitionen hätte Gurit nach eigenen Angaben immer noch eine Zunahme verzeichnen können.

Zu konstanten Wechselkursen hätte das Unternehmen, das unter anderem Kunststoffe für Windräder herstellt, den Umsatz gar um fast 17 Prozent steigern können. Auch in naher Zukunft rechnet Gurit insbesondere im Windenergiegeschäft mit einer weiteren Belebung des Wachstums.

Schwierig, die Marge zu halten

Durch den starken Franken ist es für Gurit jedoch schwierig geworden, die Marge zu halten. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank im ersten Halbjahr um 40,3 Prozent auf 13,1 Millionen Franken. In diesem Vergleich enthalten sind allerdings noch Sondereffekte wie etwa ein ausserodentlicher Gewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft. Der Reingewinn stellte sich bei 9,5 (VJ 16,2) Millionen Franken ein.

Damit hat der Hersteller von Hochleistungs-Verbundwerkstoffen die Erwartungen der Analysten ausser beim Reingewinn verfehlt. Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 167,8 Millionen Franken, einem EBIT ohne Sondereffekten von 13,6 Mio und einem Reingewinn von 9,3 Millionen Franken gerechnet.

Auch ohne die Sondereffekte wäre der EBIT um 27,1 Prozent zurückgegangen. Gurit spricht denn auch von der Herausforderung, im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld die angestrebte Betriebsgewinnmarge zu erreichen.

(laf/sda/awp)