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Haben Banken auch den Goldmarkt manipuliert?

Ein Barren Gold: Den Preis pro Unze legen fünf Banken fest. (Bild: Bloomberg)

Der Skandal um manipulierte Zinsen hat die US-Regulierungsbehörden aufgeschreckt. Nun nehmen sie laut Medienbericht den Goldmarkt unter die Lupe. Wie beim Libor wird auch dort der Preis täglich von ei

Veröffentlicht am 14.03.2013

US-Regulierungsbehörden untersuchen, ob die Preise am Goldmarkt manipuliert wurden - das berichtet die deutsche Online-Ausgabe des «Wall Street Journal» unter Berufung auf «Personen, die mit der Situation vertraut sind».

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) überprüft demnach die Preisfestsetzung in London, wo sich Vertreter von fünf Banken zweimal täglich treffen und den Spot-Preis für eine Unze physischen Goldes festlegen.

Die CFTC nehme genau unter die Lupe, ob die Preisfindung am Goldmarkt und am kleineren Silbermarkt transparent sei, heisst es weiter. Eine formale Untersuchung sei aber noch nicht eingeleitet worden, so die Insider.

Den Goldpreis legen laut «Wall Street Journal» Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale fest. Die Festlegung der Silberpreise übernehmen demnach Bank of Nova Scotia, Deutsche Bank und HSBC.

Einfluss auf Schmuckmarkt und Rohstoffhandel

Der tägliche Goldpreis beeinflusst etwa die Preise auf dem Schmuckmarkt und im Rohstoffhandel. Er bestimmt laut dem Bericht ausserdem über den Wert von Derivaten, deren Kurse an die Metallpreise gebunden sind. 

Die Untersuchung sei eine Folge der Affäre um die manipulierten Zinssätze Libor und Euribor, in den zahlreiche Banken verwickelt sind, heisst es weiter. Nachdem der Skandal entdeckt worden sei, hätten die Behörden die Prüfung auch auf andere globale Finanzmarkt-Richtgrössen ausgeweitet. 

Die genannten Banken und die CFTC wollten sich gegenüber dem «Wall Street Journal» nicht äussern oder waren nicht zu erreichen

(tno/aho)

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